4.500 Menschen demonstrieren gegen Krisenpolitik

Gestern Abend demonstrierten 4.500 Menschen in Schwerin gegen die Krisenpolitik in Bund und Land. Das könnte aber erst der Auftakt gewesen sein.

Foto: (c) Chris Loose

Gestern Abend fand in Schwerin nach langer Pause wieder eine Montagsdemo statt. Nach Polizeiangaben versammelten sich gut 4.500 Menschen um gegen die Krisenpolitik der Bundes- und der Landesregierung zu demonstrieren. Im Fokus der Menschen standen dabei die Inflation, verbunden mit den in den letzten Monaten stark gestiegenen Gas und Strompreisen.

Ende der Sanktionspolitik gegen Russland gefordert

Um 19.00 Uhr versammelten sich die Demonstranten auf dem Alte Garten. Von da aus zogen sie in die Schweriner Innenstadt bis zum Pfaffenteich und begaben sich dann zurück zum Platz vor dem Mecklenburgischen Staatstheater. Auf Plakaten wurde ein Ende der Sanktionspolitik gegen Russland und die Inbetriebnahme von Nordstream 2 gefordert. Immer wieder waren auch die gerade erst beschlossenen  Coronaauflagen ein Thema der Kritik der Demonstranten.

Teilnehmerzahl ist eine neue Qualität

Das sich am Montagabend 4.500 Menschen versammeln stellt eine neue Qualität der Montagsdemonstrationen dar. Bei den vergangenen Corona-Protesten beteiligten montags und samstags mehr 1.000 Menschen. Zum Schluss waren es dann etwas über 200 Menschen, die sich den Protesten angeschlossen hatten.

Die Polizei sprach gestern von einem friedlichen Verlauf. Lediglich zwei Anzeigen wurden wegen des Tragens verfassungsfeindlicher Symbole erstattet.

Bis Oktober weitere Demonstrationen angemeldet

Die gestrige Demonstration dürfte der Auftakt für einen heißen Herbst sein. Anmelder Daniel Gurr hat schon jetzt weitere Demonstrationen bis Oktober angemeldet. Bleibt abzuwarten, ob sich an den zahlenmäßigen Erfolg anknüpfen lässt oder die Demonstrationen sich am Ende totlaufen und die Teilnehmerzahlen rapide zurückgehen. Ein ernstzunehmendes  Zeichen in Richtung Politik wurde gestern jedenfalls gesetzt.

 

 

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