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Baumfällungen im Naturschutzgebiet Reppin: Grüne fordern Aufklärung

  • Veröffentlicht November 16, 2023

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der Stadtvertretung Schwerin erhebt ihre Stimme gegen die kürzlich durchgeführte Fällung von 22 Eichen im Wald auf der Halbinsel Reppin im Ortsteil Mueß. Die Stadtvertreterin Cornelia Nagel, zugleich Mitglied im Ortsbeirat Mueß, äußerte ihre Bestürzung über den massiven Eingriff und fordert Aufklärung bezüglich der Gründe für diese Maßnahme.

 

Die Grünen in Schwerin setzen sich gegen die Fällung von Eichen im FFH-Gebiet Reppin ein und verlangen Transparenz von der Stadtverwaltung. Foto: Symbolbild

 

Das betroffene Waldgebiet ist als FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) besonders geschützt und dient als Lebensraum für den seltenen Eremiten, eine geschützte Käferart. Nach Informationen der Stadtverwaltung wurden die Bäume aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gefällt. Diese Begründung stößt jedoch auf Unverständnis seitens der Grünen.

 

Eremiten-Lebensraum gefährdet: Grüne fordern Erklärungen

Cornelia Nagel erklärt: „In einem Naturschutzgebiet sollten nicht dieselben Maßstäbe der Verkehrssicherungspflicht gelten wie in einer Parkanlage oder einer anderen öffentlichen Grünfläche. Dieses Gebiet ist speziell ausgewiesen, um dem Eremiten einen geeigneten Lebensraum zu bieten. Ironischerweise wurden gerade die Eichen gefällt, die dieser Käferart bevorzugt als Lebensraum dienen. Anhand der uns vorliegenden Informationen der Stadtverwaltung können wir diese Vorgehensweise nicht nachvollziehen.“

Die Grünen beabsichtigen, mittels einer offiziellen Anfrage an die Stadtverwaltung mehr Klarheit über die Hintergründe der Baumfällungen zu erhalten und prüfen, ob möglicherweise eine Rechtsverletzung vorliegt. Besonders kritisieren sie, dass weder der Ortsbeirat Mueß noch die Öffentlichkeit im Vorfeld über die geplanten Fällungen informiert wurden.

Die Forderung nach Transparenz und einer detaillierten Erklärung der Entscheidungsgrundlagen spiegelt die Besorgnis der Grünen-Fraktion wider, dass die Durchführung der Maßnahme möglicherweise im Widerspruch zu den Schutzzielen des FFH-Gebiets steht.

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Redaktion

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