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Björn Engholm kehrt ins Schleswig-Holstein-Haus zurück

(red/pm) Ein Zeitzeuge der Wende, der stets als willkommen­er Berater betra­chtet wurde, wenn es um den Auf­bau im Nor­dosten nach der Wiedervere­ini­gung ging, ist nach Schw­erin zurück­gekehrt. Als die Mauer

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  • Veröffentlicht Dezember 5, 2014
Oberbürgermeisterin Gramkow und die Leiterin des Marita Schwabe begrüßten Björn Engholm im Schleswig-Holstein-Haus. (Bild: M. Christen)
Ober­bürg­er­meis­terin Gramkow und die Lei­t­erin des Mari­ta Schwabe begrüßten Björn Eng­holm im Schleswig-Hol­stein-Haus. (Bild: M. Chris­ten)

(red/pm) Ein Zeitzeuge der Wende, der stets als willkommen­er Berater betra­chtet wurde, wenn es um den Auf­bau im Nor­dosten nach der Wiedervere­ini­gung ging, ist nach Schw­erin zurück­gekehrt. Als die Mauer fiel, war Björn Eng­holm seit etwas mehr als einem Jahr Min­is­ter­präsi­dent von Schleswig-Hol­stein und sollte dieses Amt noch bis 1993 ausüben.
Beson­ders lag ihm die Pflege der Kul­tur im 1990 wieder­errichteten benach­barten Bun­des­land Meck­len­burg-Vor­pom­mern am Herzen, weshalb Björn Eng­holm auch als der geistige Vater des Schleswig-Hol­stein-Haus­es in Schw­erin betra­chtet wer­den kann.

In der Wen­dezeit bot der dama­lige Min­is­ter­präsi­dent des Nach­bar­lan­des der Stadt Schw­erin Unter­stützung bei der denkmal­gerecht­en Sanierung eines kul­turell zu nutzen­den Gebäudes an.

Dabei fiel vor allem ein Objekt in der Puschkin­straße ins Auge. Im heuti­gen Schleswig-Hol­stein-Haus resi­dierten bis ins 15. Jahrhun­dert die Bis­chöfe von Schw­erin, danach lebten u. a. ein Hof­marschall, ein her­zoglich­er Jus­tizkan­zlei­di­rek­tor und ein Lan­drat hier. Als „Kirchner“-Haus war es ein Gasthaus für Vornehme, dann Höhere Töchter­schule und Ober­ste Ver­wal­tungs­be­hörde des Großher­zoglichen Haushaltes, bevor es nach 1945 als Wohn- und Büro­ge­bäude immer mehr ver­fiel und 1989 leer stand.

Björn Engholm will das Schleswig-Holstein-Haus weiter unterstützen

Der entschei­dende Impuls für „ein kul­turelles Leucht­turm-Pro­jekt, dem ich mich bis heute eng ver­bun­den füh­le“, wie der frühere Min­is­ter­präsi­dent am ver­gan­genen Fre­itag bei einem Besuch des Kul­tur­fo­rums sagte. Mit Sorge hat Björn Eng­holm die Pri­vatisierungspläne im ver­gan­genen Jahr ver­fol­gt. „Ich bin froh, dass sich die Stadt anders entsch­ieden hat und dem Schleswig-Hol­stein-Haus eine neue Entwick­lungsper­spek­tive bieten möchte. Deshalb bin ich gern bere­it, die Arbeit weit­er zu unter­stützen, ins­beson­dere im Jubiläum­s­jahr 2015“, so Björn Eng­holm.

1990 hat­te auf der Basis eines Ver­trages mit dem Land Schleswig-Hol­stein der Wieder­auf­bau des ver­fal­l­enen Gebäudeensem­bles begonnen, das 1995 von Min­is­ter­präsi­dentin Hei­de Simo­nis als Kul­tur­fo­rum der Lan­deshaupt­stadt Schw­erin eröffnet wurde.

Dieses dop­pelte Jubiläum wird u.a. mit zwei hochkaräti­gen Ausstel­lun­gen gefeiert: Im Juli und August sind Aquarelle von Her­mann Hesse sowie Fotografien seines Sohnes Mar­tin Hesse zu sehen, im Oktober/November ist eine große Schau mit Werken von Armin Mueller-Stahl geplant.