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Corona in Schwerin: Maskenpflicht in Innenstadt ab Montag nur noch auf Marienplatz

Auch weit­er­hin bleibt es in Meck­len­burg-Vor­pom­mern bei einem nicht ein­heitlichen Bild hin­sichtlich des Infek­tion­s­geschehens in der Coro­na-Pan­demie. Seit eini­gen Tagen ist es eher ein Auf und Ab bei den täglichen

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  • Veröffentlicht März 3, 2021
Die Coro­n­azahlen für Schw­erin und ganz MV vom 3. März 2021. | Abbil­dung: LAGuS MV

Auch weit­er­hin bleibt es in Meck­len­burg-Vor­pom­mern bei einem nicht ein­heitlichen Bild hin­sichtlich des Infek­tion­s­geschehens in der Coro­na-Pan­demie. Seit eini­gen Tagen ist es eher ein Auf und Ab bei den täglichen Inzi­den­zw­erten für das Land. Wobei es gestern dann doch ein erkennbares Auf war. Auch zeigte die Anzahl der inner­halb ein­er Woche hinzuk­om­menden Coro­na-Infek­tio­nen zulet­zt eben­falls wieder nach oben. Nach dem Tief­punkt im Anschluss an die zweite Welle, steigen die Wochen­sum­mierun­gen seit 14 Tagen wieder. Wenn auch nur leicht. In Schw­erin zeigt sich zudem, dass Schulen und Kitas wieder zu dur­chaus kri­tis­cheren Orten wer­den. Anders, als es ger­ade aus der Lan­desregierung häu­fig zu hören war und ist.

 

Erneut hohe Zahl an Neuinfektionen – Steigende Werte in der Mitte und im Westen von MV

Die Mitte und der West­en des Lan­des steuern aktuell wieder ziel­stre­big auf Inzi­den­zen von 100 und mehr Fällen je 100.000 Ein­wohn­ern bin­nen 7 Tagen zu. Mit Einem Wert von 97,8 liegt dabei der Land­kreis Ros­tock (+14,9 ggü. Dien­stag) nur noch knapp darunter. Auch recht klar „auf Kurs 100” zeigt sich Lud­wigslust Parchim (LUP) mit ein­er Inzi­denz gestern von 94,9 (+5,7 ggü. Dien­stag). Und auch der Land­kreis Nord­west­meck­len­burg (NWM) liegt inzwis­chen wieder bei ein­er 7‑Tage-Inzi­denz von 89,0 (+10,2 ggü. Dien­stag). 

Diese doch teil­weise deut­lichen Steigerun­gen und inzwis­chen doch klar nach oben zeigen­den Ten­den­zen im West­en und der Mitte des Lan­des ziehen let­z­tendlich auch die Lan­deswerte wieder in die Höhe. 249 Neuin­fek­tio­nen bin­nen 24 Stun­den entsprechen prak­tisch genau dem Wert vom Dien­stag (250). Vor allem ist auch dies ein Spitzen­wert seit Anfang Feb­ru­ar. In der Folge stieg gestern auch die 7‑Tage-Inzi­denz in MV auf nun 67,7. Vor ein­er Woche lag sie noch bei 64,7. Natür­lich ist nicht aus­geschlossen, dass es schon heute oder in den kom­menden Tagen auch wieder zu Entspan­nun­gen kommt. Ger­ade in West­meck­len­burg und der Mitte des Lan­des scheint sich aber ein Trend steigen­der Werte eher zu ver­fes­ti­gen. 

 

11 Neuinfektionen in Schwerin

Weit­er geht auch das Auf und Ab der Neuin­fek­tio­nen und damit des Inzi­den­zw­ertes in der Lan­deshaupt­stadt Schw­erin. Gestern allerd­ings ent­ge­gen des west­meck­len­bur­gis­chen Trends. Nach 23 neuen Fällen am Dien­stag blick­te schon so manch­er wieder etwas besorgt auf die Sit­u­a­tion. Gestern nun kam wieder etwas Ent­war­nung. „Nur” 11 neue Fälle bedeuten neun Neuin­fek­tio­nen weniger als am Mittwoch der ver­gan­genen Woche. Und sie bedeuten einen Rück­gang der 7‑Tage-Inzi­denz auf nun 60,6. Eine Woche zuvor lag der Wert bei 80,5. Unter den neuen Fällen war allerd­ings auch ein Schüler ein­er 5. Klasse des West­stadt-Cam­pus. Das Kind hat­te dort den frei­willi­gen Präsen­zun­ter­richt besucht. Kon­se­quent ermit­telte das Gesund­heit­samt Schw­erin umge­hen die direk­ten Kon­tak­t­per­so­n­en und ver­fügte eine 14-tägige Quar­an­täne für 23 Mitschüler und eine Lehrerin.

 

Nach Kitas nun auch wieder Schulen betroffen

Fünf der gestri­gen Fälle melde­ten Hausarzt­prax­en. Das ist nach 10 Fällen am Dien­stag ein doch beruhi­gen­der Rück­gang, so dass ein erneut zunehmend dif­fus­es Infek­tion­s­geschehen offen­bar eher nicht vorzuliegen scheint. Unter diesen Fällen ist allerd­ings auch eine Beruf­ss­chü­lerin des Regionalen Beru­flichen Bil­dungszen­trums der Lan­deshaupt­stadt für Wirtschaft und Ver­wal­tung. Die Mitschüler aus der Klasse und Schüler eines klassenüber­greifend­en Kurs­es gel­ten als direk­te Kon­tak­t­per­so­n­en. Auch für sie gilt nun eine 14-tägige Quar­an­täne. Um eine Infek­tions­kette in die jew­eili­gen anderen Klassen der Kursteil­nehmer auszuschließen, erfol­gt eine Tes­tung der Schüler des Kurs­es auf das Coro­n­avirus.

 

Ab Montag nicht mehr in gesamter Innenstadt Maskenpflicht auf Straßen und Plätzen

Nach­dem in der Lan­deshaupt­stadt zulet­zt zwar wie auch im Land ein Auf und Ab der Neuin­fek­tion­szahlen und Inzi­den­zw­erte zu erken­nen war, hat Schw­erin das zwis­chen­zeitlich doch dynamis­che Infek­tion­s­geschehen aus der zweit­en Welle nun erst ein­mal hin­ter sich gelassen. Das ist nicht zulet­zt auch auf ein doch zum größten Teil erkennbares Ein­hal­ten der gel­tenden Regeln zurück­zuführen. Die Men­schen haben ihre Kon­tak­te deut­lich reduziert, und vor allem in der Innen­stadt war dies deut­lich zu erken­nen. Mit Fort­dauer des Lock­downs nahm die Anzahl der Men­schen in den Innen­stadt­straßen deut­lich ab. Bis­lang aber beste­ht in der „Kern-Innen­stadt” eine Maskenpflicht. Auch diese hal­ten die Men­schen über­wiegend ein. An dieser Stelle aber möchte die Ver­wal­tung nun nach­s­teuern, wie die Ver­wal­tungsspitze am Dien­stag im Haup­tauss­chuss bekan­nt­gab. Da ein ins­ge­samt gerin­geres Infek­tion­s­geschehen Real­ität ist, und derzeit eben nicht volle Straßen und Plätze zu verze­ich­nen sind, reduziert Schw­erin die Pflicht zum Tra­gen von Mund-Nase-Schutz im Freien ab kom­men­dem Mon­tag auf den Bere­ich des Marien­platzes. Zudem ist die Maske weit­er­hin dort ange­sagt, wo Abstände nicht einge­hal­ten wer­den kön­nen. 

 

Impfangebote in Schwerin nun auch an weitere Gruppen 

Auch im Impfgeschehen in Schw­erin kommt es in den kom­menden Tagen zu Entwick­lun­gen. So sind ab dem kom­menden Mon­tag (8. März) Impfwillige der Pri­or­itätsstufe 2 nach Impfverord­nung berechtigt, eine Imp­fung zu erhal­ten.  Entsprechende Ter­mine kann diese Per­so­n­en­gruppe an der Lan­deshot­line unter der unter Rufnum­mer 0385 20271115 vere­in­baren. Für alle Imp­fun­gen der Alters­gruppe U(nter) 65 mit der Pri­or­ität 2 ste­ht der Impf­stoff AstraZeneca zur Ver­fü­gung.

 

Ab Montag Impfungen der Unter-65-jährigen der Prioritätsstufe 2 möglich

Neben dieser Entwick­lung ab kom­menden Mon­tag, startet bere­its am morgi­gen Fre­itag in Schw­erin die Imp­fung der in Grund­schulen und Kitas Beschäftigten. Für die Imp­fun­gen in diesen Ein­rich­tun­gen kom­men – wie bere­its in den Alten- und Pflege­heimen – mobile Impfteams zum Ein­satz. Das Imp­fange­bot bezieht sich dabei auf das gesamte Per­son­al, nicht nur auf Lehrkräfte und Erzieherin­nen und Erzieher. Für diese Imp­fun­gen ste­ht die Hälfte des AstraZeneca-Impf­stoffs zur Ver­fü­gung. Die andere Hälfte wird an die U 65-Jähri­gen mit der Pri­or­ität 2 im Impfzen­trum ver­impft. Fern­er soll es auch für die etwa 60 Tage­spflegeper­so­n­en in der Kinder­be­treu­ung ein Imp­fange­bot geben. „Sie wer­den jet­zt von der Stadt angeschrieben. Wir pla­nen für sie Impfter­mine im Impfzen­trum, die in den Abend­stun­den außer­halb der Kinder­be­treu­ungszeit­en liegen“, kündigt Impf­man­ag­er Dr. Stephan Jako­bi an.

 

Ab Freitag Impfbeginn für Beschäftigte an Grundschulen und in Kitas

Par­al­lel zu den Imp­fun­gen der unter 65-Jähri­gen in der Pri­or­itätsstufe 2 wird im Impfzen­trum in der Sport- und Kon­gresshalle weit­er­hin die Per­so­n­en­gruppe der über 80-Jähri­gen geimpft. Derzeit erfol­gt dabei der Ver­sand der Ein­ladun­gen mit dem Anfangs­buch­staben L.