Die Boxer und die Stasi – SC Traktor Schwerin

Im Spitzensport der DDR spannte die Stasi im Auftrag der SED ein dichtes Netz an inoffiziellen Mitarbeitern - der SC Traktor Schwerin mit der Sektion Boxen machte dabei keine Ausnahme. Die Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, Anne Drescher, lädt am 16. November zu einem Vortrag und Film, mit anschließender Gesprächsrunde ein.

DDR-Meister Dirk Schäfer (SC Traktor Schwerin, l.) besiegte am 18. März 1981 beim Chemiepokal in Halle den mexikanischen Meister von 1979, Jose Martinez, mit 5:0 Punkten. | Bildnachweis: ADN-ZB Thomas Lehmann, Bundesarchiv, Bild 183-Z0318-040/CC-BY-SA 3.0
 

Vortrag, Film und Gespräch zum Spitzensport im SED-Staat

Zu der Veranstaltung „SC Traktor Schwerin: Die Boxer und die Stasi“ lädt die Landesbeauftragte für MV für die Aufarbeitung der SED-Diktatur Anne Drescher am 16. November 2021 um 18.00 Uhr in den Wichernsaal in der Apothekerstraße 48 in 19055 Schwerin ein.
 
Im Spitzensport der DDR spannte die Stasi im Auftrag der SED ein dichtes Netz an inoffiziellen Mitarbeitern. Die DDR sollte im Sport glänzen und nichts sollte bei der Organisation der Erfolge dem Zufall überlassen bleiben. Der SC Traktor Schwerin mit der Sektion Boxen machte dabei keine Ausnahme.
 
Nach einer Einführung des Sportjournalisten André Keil zum Sportsystem der DDR wird der Film „Der Blues des Boxers – Staatssicherheit im Sport“ von Matthias Hufmann und Benjamin Unger von 2017 gezeigt. Anschließend werden André Keil, Matthias Hufmann und die bei der Landesbeauftragten für sportgeschädigte ehemalige DDR-Sportlerinnen und Sportler zuständige Bürgerberaterin Dr. Daniela Richter zu den verschiedenen Aspekten und Folgen des DDR-Leistungssports ins Gespräch kommen. Moderiert wird der Abend vom stellvertretenden Landesbeauftragten Burkhard Bley.
 
Die kostenfreie Veranstaltung findet auf Grundlage der 2-G-Regelung statt. Ein Nachweis des vollständigen Impfschutzes oder der Genesung ist für die Teilnahme notwendig und wird beim Einlass geprüft.

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