IHK-Bildungszentrum: Insolvenz und Verdacht auf Subventionsbetrug

SAMSUNG CSC(sr). Am vergangenen Dienstag musste das IHK-Bildungszentrum beim zuständigen Amtsgericht Schwerin einen Insolvenzantrag stellen. Das bestätigte die Industrie- und Handelskammer Schwerin gegenüber dem Internetportal SN-Aktuell.

Verantwortlich für diesen drastischen Schritt sollen Rückforderungen des Landesförderinstituts in siebenstelliger Höhe sein. Offenbar gab es erhebliche Mängel bei der Rechnungsstellung für Kosten der Honorierung und der Besorgung von Maschinen.

Wieso die mangelhafte Rechnungslegung nicht schon früher aufgefallen ist, bleibt noch unklar, da die Geschäftsführung des Bildungszentrums dazu bisher keine Angaben machte. Klar scheint aber, dass es Widerspruch gegen die Forderungen des Landesförderistituts geben wird.

Schon seit Anfang April hatte die Staatsanwaltschaft Schwerin Ermittlungen wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug aufgenommen. Das Landesförderinstitut hatte gegen das Bildungszentrum Strafanzeige gestellt, da möglicherweise in den Jahren 2007 – 2010 Fördermittel in Höhe von 590.000 Euro unberechtigt ausgereicht worden sind. Laut Aussagen der Staatsanwaltschaft bestünde der Anfangsverdacht, dass Teilnehmer nicht oder nur teilweise an Kursen des Bildungszentrums teilgenommen hätten.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Hamburger Rechtsanwalt Stefan Denkhaus vom Amtsgericht Schwerin berufen. Dieser wird jetzt prüfen müssen, ob die Gehälter der 22 Mitarbeiter für Juli bis September noch ausgezahlt werden dürfen.

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