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Kinderbetreuung:
Schwerin kündigt mehr Investition in Hortplätze an

Schwerin investiert in den Ausbau seiner Betreuungseinrichtungen für Kinder. In den Jahren 2017 bis 2022 entstanden 1300 neue Betreuungsplätze, mit einer Investition von 100 Millionen Euro.     In der

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  • Veröffentlicht September 27, 2023

Schwerin investiert in den Ausbau seiner Betreuungseinrichtungen für Kinder. In den Jahren 2017 bis 2022 entstanden 1300 neue Betreuungsplätze, mit einer Investition von 100 Millionen Euro.

 

Kitas in Schwerin
Symbolbild

 

In der Zeit von 2017 bis 2022 wurde in der Landeshauptstadt Schwerin ein umfangreicher Ausbau der Betreuungskapazitäten in Krippen, Kindertagesstätten (Kitas) und Horts durchgeführt. Dieser Ausbau führte zur Schaffung von insgesamt 1300 zusätzlichen Betreuungsplätzen, wobei etwa 100 Millionen Euro in Schul- und Kitabauten investiert wurden.

Durch diese Investitionen konnte der Rechtsanspruch auf Betreuung in Krippe und Kita in Schwerin zu 100 Prozent erfüllt werden. Zudem hat sich das Betreuungssystem in der Stadt als äußerst leistungsfähig erwiesen und kann zusätzliche Bedarfe für alle Kinder abdecken, wie von der zuständigen Dezernentin für Jugend und Soziales, Martina Trauth, betont wurde.

In der neuen Planungsperiode der städtischen Kitabedarfsplanung von 2023 bis 2025 ergeben sich veränderte Prioritäten und Bedarfe in den verschiedenen Betreuungsarten. Besonders relevant ist hierbei der ab dem Schuljahr 2026/2027 geltende Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung im Grundschulalter, der mit Kapazitätserweiterungen im Hortbereich einhergeht. Gleichzeitig wird mittelfristig ein Überangebot an Plätzen in Krippe und Kita prognostiziert.

Manuela Gabriel, Leiterin des Fachdienstes Bildung und Sport, betonte die Notwendigkeit, die Hortbetreuung im gesamten Stadtgebiet auszuweiten, um bis 2030 ausreichend Hortplätze für alle Kinder bis zur vierten Klasse zur Verfügung zu stellen. Hierzu sind verschiedene Bauprojekte geplant, darunter die Schaffung von 154 Hortplätzen an der Neumühler Schule und der Neubau eines Horts an der John-Brinckman-Schule (Benjamin Blümchen) in der Weststadt mit einer Kapazitätserweiterung auf 352 Betreuungsplätze. Ebenfalls werden an der Grundschule Mueßer Berg durch den Hortneubau (Future Kids) zusätzliche Plätze geschaffen, sodass insgesamt 308 Hortkinder betreut werden können. Ab 2026 plant das Pädagogium den Bau eines neuen Horts.

Im Kitabereich konzentrieren sich die Investitionen hauptsächlich auf den Bestand, mit Ersatzneubauten für Kitas wie „Nandolino“ in Paulsstadt, „Feldstadtmäuse“, „Mosaik“ in Großer Dreesch und „Matthias Claudius“ in Schelfstadt.

Die Zahl der betreuten Kinder in Krippe, Kita und Hort in Schwerin stieg von rund 5900 Kindern im Jahr 2017 auf etwa 7200 Kinder im Jahr 2022. Bis 2024 wird vor allem in den Planungsregionen Ost (Neu Zippendorf und Museßer Holz), Süd (Großer Dreesch und Krebsförden) und Mitte/West (Pauls- und Feldstadt) ein weiterer Anstieg der Betreuungszahlen erwartet.

„Während der Betreuungsbedarf seit 2015 trotz abnehmender Geburtenzahlen aufgrund des starken Zuzugs weiter gestiegen ist, erwarten wir künftig, dass der Geburtenrückgang wieder einen stärkeren Einfluss auf die Ausgestaltung der Betreuungslandschaft in Schwerin haben wird. Gleichzeitig steigen die inhaltlichen Anforderungen in der frühkindlichen Bildung, wenn Kinder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen, Sprachkenntnissen und kulturellen Prägungen betreut werden.“ sagt Manuela Gabriel.

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