Schwerin: ECHO – Kunst im Widerhall3 – Birdland trifft auf Funkstille und Janina

Mit großformatigen und recht farbigen Gemälden geht die künstlerische Begegnung im KUNSTraum des Künstlerbundes MV am morgigen Samstag weiter. Ab Dienstag ist der Ausstellungsraum auch wieder innen erlebbar.

Linda Perthen und Ulrich Bittmann sorgen für künstlerischen Widerhall    Foto: Schwerin-lokal Peter Scherrer

Die letzten zwei Ausstellungen in der Reihe „ECHO – Kunst im Widerhall“ des Künstlerbundes MV konnten aufgrund des Lockdowns leider nur durch die Schaufenster des Ausstellungsraumes wahrgenommen werden. Umso mehr freuen sich die Verantwortlichen der landesweiten Künstlervereinigung, dass nun der KUNSTraum für Besucherinnen und Besucher geöffnet werden kann.

Ab kommenden Dienstag ist der KUNSTraum geöffnet

Gemäß der neuen Bestimmungen zur schrittweisen Wiedereröffnung des Kulturbetriebes in M-V ist die Ausstellung ab dem 1. Juni 2021 für Kunstinteressierte geöffnet. Für den Besuch der Ausstellung „ECHO – Kunst im Widerhall3“ müssen ein negatives Covid-19-Testergebnis (nicht älter als 24 h zurückliegend) oder ein vollständiger Impfschutz oder die Genesung nach einer Covid-19-Erkrankung (nicht länger als 6 Monate zurückliegend) nachgewiesen werden. Von Montag bis Donnerstag (10-15 Uhr) können Kunstbegeisterte die mit z. B. „Sensitive“, „Fehler“ und „Birdland“ betitelten Gemälde von Linda Perthen (Penzlin) und Dr. Ulrich Bittmann (Mustin) anschauen. Das Konzept, dass zwei Künstlerinnen und/oder Künstler gemeinsam den Ausstellungsraum gestalten, hat sich auch bei der jetzigen Exposition bewährt. Die Gemälde erzeugen unmittelbar einen sichtbaren Widerhall.

 

Farbstarke, großflächige und formbetonte Malerei

Für die Kuratorin des Künstlerbundes, Susanne Gabler, „sind die großen, farbstarken und formbetonten Werke enorm eindrucksvoll. Sie wirken ohne weitere Ausdifferenzierungen klar und eindringlich. Die Bilder funktionieren solitär und trotz ihrer Unterschiedlichkeit wunderbar gemeinsam. In Perthens Malerei liegen verschiedene Formen als Schichten übereinander.“ Linda Perthen ist eine Künstlerin, die sowohl in der Grafik wie auch der Malerei und der Videokunst zu Hause ist. Die gebürtige Neubrandenburgerin studierte in Greifswald sowie, im Rahmen eines Erasmussemesters, an der Université de Picardie Jules Verne, Amiens/Frankreich. Sie war Meisterschülerin bei Prof. Alba D´Urbano, bei dem sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig viel für ihre spätere Arbeit lernte. Wer mehr über die vielfältige Kunstschaffende erfahren möchte, kann sich über ihre bisherigen Arbeiten auf ihrer Website www.lindaperthen.de informieren.

 

Linda Perthen im O-Ton zur Ausstellung in Schwerin

 

Im Mittelpunkt steht immer der Mensch

Durch Bittmanns stark physische Betonungen entwickeln auch seine Bilder fühlbare Nähe. Das wird zusätzlich gestützt durch die Ausschnitte, in denen man sich als Betrachterin und Betrachter wiederfindet. Sie bilden Momente ab. Die unzähligen Symbole wirken zudem erzählerisch, beenden jedoch keine Geschichte. Die Geschichte kann nicht einfach erzählt werden, denn durch die Vieldeutigkeit entsteht beim Betrachtenden möglicherweise eine Sinnverbindung aus Sichtbarem und Unsichtbarem. Für den gebürtigen Kölner steht bei den Inhalten seiner Malerei immer der Mensch im Mittelpunkt. Als Arzt kann er auf eine nahezu 40-jährige Berufspraxis zurückblicken. Mehr als ein Vierteljahrhundert widmet er sich erst autodidaktisch, dann durch den Besuch einer Kunstakademie bzw. Atelierklasse, intensiv dem Zeichnen und der Malerei. Unter www.bittart.de bekommt man einen ausführlichen Eindruck über sein bisheriges Schaffen.

 

Ulrich Bittmann zur ECHO – Kunst im Widerhall3 Ausstellung im O-Ton

 

Mehr Informationen über die kommenden und weitere Ausstellungen des Künstlerbundes MV unter www.kuenstlerbund-mv.org

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