Schwerin: Ein Rendezvous mit DDR-Kunst im Archiv

Das nächste Rendezvous des Staatlichen Museums Schwerin am 22. Oktober steht ganz im Zeichen archivierter Kunst aus der ehemaligen DDR.

Das Staatliche Museum am Alten Garten in Schwerin

Ein Kunstarchiv im brandenburgischen Beeskow beherbergt einen besonderen Kulturschatz der deutschen Geschichte. Dabei handelt es sich um 17.000 Werken der bildenden Künste sowie 1.500 Werke der angewandten Kunst und des Laienschaffens aus 40 Jahren DDR. Sowohl kulturhistorisch als auch kunsthistorisch ist dieser Bestand durchaus von besonderem Interesse. Vor 1990 im Besitz von Parteien, Massenorganisationen und staatlichen Einrichtungen der DDR, gehören die Arbeiten seit der deutschen Wiedervereinigung den neuen Bundesländern. Im Beeskower Depot lagern dabei die Anteile der Länder Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. In der beliebten Rendezvous-Reihe des Staatlichen Museums Schwerin ist dieser Archivbestand am 22. Oktober Thema.

 

Einblicke in das Kunstarchiv Beeskow beim nächsten Rendezvous in Schwerin

Da zufällig entstandene Bestand staatlich finanzierter Werke bietet dabei vielfältige Einblicke in das Kultur- und Kunstsystem der DDR. So lassen sich politische und gesellschaftliche Normen ablesen. Andererseits lädt der Bestand dabei auch dazu ein, bildnerischen und ästhetischen Qualitäten nachzuspüren. Seit 2018 befindet sich das Kunstarchiv mit dem Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in einem gemeinsamen Neukonzeptionsprozess. In dessen Mittelpunkt stehen gemeinsame strategische Ziele. Dabei gilt es, den historischen Komplex – 40 Jahre DDR – aus immer neuen interdisziplinären Perspektiven zu betrachten. Zudem soll er dabei gegenwartsbezogen, offen und kooperativ zur Diskussion stehen.

Im vergangenen Jahr fand nun die Eröffnung des neuen, offenen Depots statt. So ist nun eine sachgerechte Aufbewahrung der Werke sichergestellt. Aber es entstand eben auch ein offenes Depot, das Sichtbarkeit und Zugänglichkeit für eine interessierte Öffentlichkeit ermöglicht. Somit ist eine Grundlage für partizipative Projekte und einen breiten öffentlichen Diskurs zu Kunst und Kultur der DDR möglich.

 

Interessante Einblicke am 22. Oktober ab 18 Uhr

Der Vortrag im Rahmen der Reihe „Rendezvous“ in den Räumend es Staatlichen Museums  Schwerin ermöglicht Einblicke in den besonderen Kunst-Bestand sowie auch in dessen Entstehung. Auch gibt er Ausblicke auf die zukünftig geplante Ausrichtung des Kunstarchivs. Mit der Referentin Florentine Nadolni steht dabei eine echte „Insiderin“ zur Verfügung. Sie ist Kulturwissenschaftlerin und leitet seit 2017 das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt sowie das Kunstarchiv in Beeskow.

Wie auch die vergangenen Rendezvous findet auch diese VEranstaltung am 22. Oktober 2020 um 18 Uhr unter Einhaltung der Corona-Regeln statt. Karten können im Vorverkauf and er Museumskasse zu den Öffnunsgzeiten des Staatlichen Museums Schwerin oder and er Abendkasse erworben werden. Dabei sind auf jeden Fall Kontaktdaten anzugeben.

 

Redaktion

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