Schwerin: Gewerkschaft will mehr Geld für Dachdecker

Das gesamte Bauhandwerk ist bislang eher gut durch die Corona-Krise gekommen. Die Gewerkschaft fordert daher im Dachdeckerhandwerk von Schwerin mehr Geld.

Die IG BAU fordert auch für die Dachdecker in Schwerin mehr Lohn und Gehalt. | Foto: Symbolbild

Die Corona-Pandemie und speziell die mit ihr verbundenen Maßnahmen haben die deutsche Wirtschaft extrem getroffen. Auch in Schwerin sind dabei zahlreiche Unternehmen zumindest in Schwierigkeiten oder Schieflage geraten. Weniger stark allerdings traf es die Baubranche. Denn für sie galt kein Lockdown und die Auftragsbücher sind überwiegend voll.

 

Mehr Geld im Dachdeckerhandwerk gefordert

Daher fordert die zuständige Gewerkschaft IG BAU im Rahmen der laufenden Tarifrunde auch für die 70 im Dachdeckerhandwerk in Schwerin beschäftigten Angestellten spürbare Gehaltssteigerungen. Konkret lautet die Forderung 4,8 Prozent mehr Lohn und Gehalt, mtl. 100 Euro mehr für Auszubildende sowie die Sicherung einer Zusatzrente in der aktuellen Höhe. „Die Auftragsbücher im Dachdeckerhandwerk sind voll, die Wartezeiten für Kunden lang. Für die Beschäftigten muss sich die körperlich anstrengende Arbeit auch im Geldbeutel bemerkbar machen“, sagt Jörg Reppin, Bezirksvorsitzender der IG BAU Mecklenburg. Auch ein Blick in die Zahlend es Statistischen Bundesamtes belegt die eher gute Lage, so die Gewerkschaft. Demnach stiegen die Umsätze in Dachdeckerei und Bauspenglerei in der ersten Jahreshälfte 2020 um 6,7 Prozent. Trotz aller coronabedingter Einflüsse.

 

Laut Gewerkschaft bislang kein Arbeitgeberangebot

Der Bundesvorstand der Gewerkschaft erneuert daher aktuell seine Vorwürfe gegenüber den Arbeitgebern. diese hätten bisher noch kein Angebot vorgelegt. „Geht es nach den Unternehmen, sollen sich die Beschäftigten mit einer Nullrunde begnügen. Das ist eine Unverschämtheit – ebenso wie die Forderung nach Einschnitten bei der tariflichen Zusatzrente. Nur die allerwenigsten Dachdecker halten bis zum gesetzlichen Rentenalter durch. Und dann liegen die Bezüge oft deutlich unter 1.000 Euro. Deshalb ist eine Extra-Rente so wichtig. Hier darf den Beschäftigten nicht in die Tasche gegriffen werden – weder bei den künftigen Rentnern noch bei denen, die heute schon im Ruhestand sind“, so IG BAU-Bundesvorstand Carsten Burckhardt. Die IG BAU ruft den Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks dazu auf, nun ein akzeptables Lohn-Angebot vorzulegen. Die Zusatzrente dürfe nicht angetastet werden. Die Verhandlungen werden am 7. Oktober in Frankfurt am Main fortgesetzt.

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