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Abschied nach einem Jahr:
WGS-Geschäftsführer Michael Veiga verlässt das Unternehmen

WGS-Geschäftsführer Michael Veiga verlässt das Unternehmen zum 31. August 2024 aus persönlichen Gründen. Am 1. August 2023 hatte er die Leitung des Unternehmens übernommen.

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  • Veröffentlicht April 23, 2024
wirtschaftssalon in Schwerin
Archivbild: WGS-Geschäftsführer, Michael Veiga beim Wirtschaftssalon des Wirtschaftsrates in Schwerin. Foto: Dario Rochow

Michael Veiga, der seit dem 1. August 2023 die Position des Geschäftsführers der kommunalen Wohnungsgesellschaft WGS innehatte, wird das Unternehmen zum 31. August 2024 auf eigenen Wunsch verlassen. Das teilte die Stadt gestern in einer kurz gehaltenen Pressemitteilung mit. Veiga verlasse das Unternehmen „auf eigenen Wunsch aus familiären Gründen“, heißt es weiter.

Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) äußerte sich zum Abschied von Veiga und dankte ihm für seinen Beitrag zur Entwicklung der WGS. „Wir danken Michael Veiga, dass er in den zurückliegenden Monaten wesentliche strategische Entscheidungen zur wirtschaftlichen Optimierung des Unternehmens vorbereitet hat“, so Badenschier.

Die WGS, deren alleinige Gesellschafterin die Landeshauptstadt ist, verwaltet in Schwerin mehr als 10.000 Wohneinheiten und beschäftigt rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Michael Veiga übernahm die Geschäftsleitung der städtischen Wohnungsverwaltungsgesellschaft in einer schwierigen Zeit. Zuvor hatte sich die Landeshauptstadt Schwerin als Gesellschafter vom damaligen WGS-Geschäftsführer Thomas Köchig getrennt, nachdem diesem schwere Vergehen im Zusammenhang mit Vergabeverfahren vorgeworfen wurden. Der potentielle Schaden, der Schwerin in diesem Zusammenhang entstanden sein soll, wird auf um die 731.500 Euro geschätzt.

Das ist nicht das einzige Problem des städtischen Unternehmens. Mehrmals hatte Veiga auf verschiedenen Veranstaltungen darauf hingewiesen, dass die WGS im Hinblick auf die Modernisierung ihres Wohnbestands einen Investionsstau von mindestens 400 Millionen Euro vor sich herschiebt. Im Hinblick auf die seit 2022 gestiegenen Zinsen und den erhöhten Anforderungen der Banken an die Kreditvergabe, eine fast unlösbare Aufgabe für ein Unternehmen wie in der Größe der WGS.

Darüber hinaus, wies der WGS-Chef immer wieder darauf hin, dass die Personalkosten im Unternehmen zu hoch seien. Mittelfristig, so Veigas Meinung, käme man um einen Personalabbau nicht herum. Alles Themen, die nicht unbedingt gut beim Gesellschafter angekommen sind. Veiga selbst äußerte sich nicht zu seinem Weggang.

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Stefan Rochow

ist Journalist, Unternehmer und Gründer von SNO | Schwerin-Lokal. Mail: redaktion@sn-o.de

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