Schwerin: Go for Gold – Hannes Ocik auf dem Weg nach Tokio

Gestern verabschiedete sich der überaus erfolgreiche Ruderer Hannes Ocik von Freunden und Vereinsmitgliedern um die Reise nach Tokio - zu den fünf Ringen - anzutreten.

Schlagmann des Deutschlandachters Hannes Ocik im Gespräch mit Innenminister Torsten Renz | Foto: schwerin-lokal / Peter Scherrer

Das ließ sich Innenminister Torsten Renz dann doch nicht nehmen und erschien persönlich zur Verabschiedung des mehrfachen Welt – und Europameisters, dem gebürtigen Rostocker Hannes Ocik.

Der für die Schweriner Rudergesellschaft rudernde Ocik verabschiedete sich vor seiner Abreise ins Olympialager bei bestem Sommerwetter von Vereinsmitgliedern und Fans, dem Anlass angemessen, auf dem Steg des Vereins. So manches Detail im kurzweiligen Gespräch zwischen Ausnahmeathlet und Minister ließ aufhorchen. Mindestens 5000 Kalorien gelte es bei dem gegenwärtigen Powertraining dem arg geforderten Körper zuzuführen. „So richtig viel Appetit hat man dann nicht mehr, man mag das Essen manchmal nicht mehr sehen“, meinte 1,91 m große Olympionike. Kurz präsentierte der seit 2006 rudernde Sportler seine Hände dem interessierten Minister. Deutliche Spuren hatten die ungezählten Trainingsstunden da schon sichtbar hinterlassen. Aber das überaus sonnige Gemüt und die Zuversicht, die der Polizeimeister ausstrahlt, machen die Belastungen der Vorbereitung sofort wieder vergessen.

 

Schwerin-lokal-Redakteur mit besonderem Talisman für Ocik

Nachdem Innenminister Renz dem Ruderer Ocik einen Glücksbringer übergab, hatte unser Redakteur Peter Scherrer noch einen ganz besonderen Talisman für den Goldanwärter dabei. Im Auftrag des Präsidenten des Landesturnverband MV, Christian Frenzel, bekam Hannes Ocik einen Wimpel der Olympischen Spiele 1964 in Tokio mit ins Gepäck. Dieser „offizielle“ Wimpel ist das Original des damaligen Nationalen Olympischen Komitees (damalige Bundesrepublik Deutschland) bei den Spielen in Tokio vor 61 Jahren. Er wurde dem ehemaligen Polizeipräsidenten von Hamburg, Jürgen Frenzel, geschenkt. Der (westdeutsche) Achter errang 1964 die Silbermedaille. Und der damalige Schlagmann, ein gebürtiger Neustrelitzer, und kam wie eben auch Hannes Ocik aus MV.

Für den Polizisten Ocik also reichlich Gründe zusätzlich motiviert die weite Reise nach Japan anzutreten. Gefragt, was er sich vorgenommen hat, kommt ohne Zögern „Silber solls nicht noch einmal geben“. Im Finale der Spiele 2016 in Rio de Janeiro kam der deutsche Achter nach den Briten über die Ziellinie. Und auch diesmal sind die Briten wieder die stärksten Konkurrenten. Umso mehr ist die Goldmedaille nun das absolut klare Ziel! Viel Glück!

Peter Scherrer übergibt im Auftrag des LTV-MV Präsidenten Chr. Frenzel den Glücksbringer an den Goldaspiranten Ocik | Foto: Steffen Holz – Maxpress

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