Schwerin: SSC-Damen können vor Zuschauern spielen

Seit gestern ist klar: Vorerst kann der SSC Palmberg Schwerin in der heimischen Arena wieder vor bis zu 1.250 Zuschauern aufschlagen.

Blick in die Palmberg Arena Schwerin | Foto: Eckhard Mai

Wenige Stunden bevor die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin am gestrigen Dienstag zu einem großen Event auf dem Schlachtermarkt eintrafen, kam bereits die erlösende Nachricht aus der Staatskanzlei: Vorerst keine Geisterspiele in der heimischen Halle.

Landesregierung verlässt Kompromisslinie vom 27. August

Zuletzt hatte der Bund-Länder-Gipfel in Berlin durchaus mancherlei Erwartungen und Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr von Zuschauern in die Hallen und Arenen des Leistungssports gedämpft. Denn auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hatte den Kompromiss mitgetragen. Konkret heißt es noch heute auf der Seite der Bundesregierung zu diesem Punkt: „Zum einheitlichen Umgang mit Zuschauern bei bundesweiten Sportveranstaltungen wird eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien eingesetzt, die bis Ende Oktober einen Vorschlag vorlegen soll.“

 

Bis zu 1.250 Zuschauer in Palmberg Arena möglich

Gestern nun, keine vierzehn Tage später, trat Ministerpräsidentin Schwesig in Schwerin vor die Presse. Und verkündete einen eigenen Weg für Mecklenburg-Vorpommern. Aufgrund des weiterhin geringen Infektionsgeschehens will man eine Testphase für den Spitzensport ermöglichen. Inwiefern sich das momentane Geschehen von dem am 27. August unterscheidet, als Schwesig den Bund-Länder-Kompromiss mit beschloss, sei dahingestellt. Sicher ist nur: Auch der SSC Palmberg Schwerin kann in der heimischen Arena wieder vor Zuschauern antreten. Konkret sind bis auf Weiteres bis zu 1.250 Zuschauer zugelassen. Bei einer normalerweise maximalen Zuschauerzahl von 1.914 (Quelle: sport.de) sind dies knapp zwei Drittel. Bezogen auf die maximale Sitzplatzkapazität kann der Verein sogar knapp 90 Prozent der üblichen Kapazität nutzen. Zahlen, auf die Manch anderer Bereich sicherlich etwas verwundert blicken dürfte.

 

Mit Zulassen der Fans sind verschiedene Regeln verbunden

Bei dieser Obergrenze handelt es sich um die maximale Zuschauerzahl, die in stetiger Abstimmung mit dem örtlichen Gesundheitsamt in der PALMBERG ARENA während der erst einmal bis Jahresende befristeten „Testphase“ möglich ist. Wichtige Einschränkungen dabei sind einerseits ein weiterhin geringes Infektionsgeschehen sowie die Einhaltung aller Regeln durch Verein und Fans. Dazu gehören das Tragen eines Mund-und-Nasenschutzes während der gesamten Aufenthaltszeit in der Arena sowie der ausschließliche Verkauf von personalisierten Sitzplatzkarten. Gästefans sind nicht zugelassen und die Arena muss in Sektoren aufgeteilt werden.  Zudem umfassen die Bedingungen ein regelmäßiges Lüften und ein entsprechendes Wegeleitsystem, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Alkoholausschank ist auch nicht gestattet.

 

Verein dankt Politik

„Mit diesen Vorgaben können wir sehr gut leben. Damit kommt uns die Politik in unseren Wünschen entgegen, möglichst vielen Fans die Teilnahme an unseren Heimspielen zu ermöglichen“, sagt SSC-Geschäftsführer Christian Hüneburg. „Wir sind der Politik dankbar, dass sie mit großem Verständnis auf die Sorgen und Bedürfnisse der Vereine und Fans reagiert hat. Wir wissen aber auch um die Verantwortung in dieser Testphase. Das Hygienekonzept passen wir schnellstmöglich auf diese Vorgaben an, stimmen es mit der Gesundheitsbehörde ab und starten den personalisierten Ticketverkauf zeitnah.“

Das erste Heimspiel in der neuen Volleyballsaison bestreitet der SSC Palmberg Schwerin am Samstag, den 10. Oktober im Rahmen der Bundesliga gegen den USC Münster.

 

Stephan Haring

Stephan Haring ist freier Mitarbeiter unserer digitalen Tageszeitung. Er hat ein Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt mit den Nebenfächern Sozialwissenschaften & Politik absolviert. Im Nachhinein arbeitete er in leitenden Funktionen der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, im Leitungsbereich eines Unternehmens sowie als Rektor einer privat geführten Hochschule. Zudem entwickelte, organisierte und realisierte er mit der durch ihn entwickelten LOOK ein Fashionevent in Schwerin. Heute arbeitet er freiberuflich als Texter, Pressesprecher, Textkorrektor und Ghostwriter sowie als Berater in verschiedenen Projekten. Im größten Schweriner Ortsbeirat ist er als Vorsitzender kommunalpolitisch aktiv.

Hinterlasse einen Kommentar

Your email address will not be published.