Schwerin: Zwei Klatschen für den SSC binnen einer Woche

Wer um die Deutsche Meisterschaft mitspielen will, muss auch die anderen Spitzenteams schlagen können. Davon war der SSC binnen einer Woche gleich zweimal deutlich entfernt. Der Motor ist ins Stottern geraten. Morgen muss er gegen Aachen wieder laufen.

Kommt Chefcoach Felix Koslowski mit seinem Team, dem SSC PALMBERG Schwerin, wieder auf die Erfolgsspur? | Foto: Eckhard Mai

„Das Ziel, am Ende der Rückrunde unter den Top 3 zu sein, in die Playoffs zu kommen und um die Meisterschaft zu spielen, steht. Und dafür sieht es gut aus.“  Und wir wollen „in der Liga jetzt natürlich nicht mehr so viel liegen lassen.“ Diese Worte stammen aus dem Mund des Chefcoachs des SSC Palmberg Schwerin, Felix Koslowski. Gesagt hatte er sie zu Beginn dieses Jahres.

 

Zwei deutliche Niederlagen binnen einer Woche

Da sah die Welt für den deutschen Rekordmeister offenbar noch gut aus. Man sei im Plan. In der Liga wolle der Verein unter die Top 3 kommen. Dann ginge es in die Play-offs. Binnen einer Woche dürfte dieser Optimismus durchaus hart auf dem Boden der Tatsachen angekommen sein. Denn gleich zweimal in Folge verlor das Team aus Schwerin in der Liga. Nun mag man mit Blick auf die Gegnerinnen sagen, dass das mal passieren kann. Denn mit Allianz MTV Stuttgart und dem Dresdner SC standen die derzeitigen Spitzenteams der Ligatabelle auf dem Spielplan. Wer aber um die Meisterschaft mitspielen möchte und selbst – durchaus zu Recht – zu den Spitzenteams zählt, darf sich auf einem solchen Argument nicht ausruhen. Und eventuell hätte man ja noch von einem „blauen Auge“ gesprochen – oder zweien – wenn es beide Male denkbar knapp zugegangen wäre. 

 

Zuerst klares 0:3 gegen Stuttgart

Aber auch in dieser Hinsicht gilt: Fehlanzeige. Denn es waren, ohne drum herumzureden, zwei echte Klatschen, die Stuttgart und Dresden dem SSC Palmberg Schwerin mit auf den weiteren Weg gaben. So siegte Stuttgart am Donnerstag vergangener Woche deutlich mit 3:0. Auch die Sätze gingen mit 25:21, 25:20 und 25:16 für ein Spitzenspiel zu deutlich an die Schwaben.  Während Stuttgart damit den zehnten Sieg in elf Spielen einfuhr, bedeutete es für den SSC die dritte Niederlage im zehnten Spiel.

 

Dann wieder klares 0:3 gegen Dresden

Die vierte Liganiederlage folgte direkt am vergangenen Mittwoch. Und wieder ging es vergleichsweise deutlich zu. Mit einem klaren 3:0 siegte der Dresdner SC in heimischer Halle. Nur im zweiten Satz brachte es das Team von Felix Koslowski dabei auf mehr als 20 Punkte. Dabei zeigten die Schwerinerinnen durchaus zwischenzeitlich ihr Können und konnten den Satz ausgeglichen gestalten. Am Ende aber gelangen Dresden doch die entscheidenden Punkte. Mit 25:16, 25:22 und 25:13 kamen die Sächsinnen zu keiner Zeit insgesamt wirklich in Bedrängnis. 

 

Morgen gilt es gegen Aachen

Schwerin liegt damit nun mit 21 Punkten auf einem alles andere als dem Kurs entsprechenden 5. Platz in der Tabelle. Allerdings, und hier darf man noch hoffen, haben die beiden vor dem SSC liegenden Teams aus Suhl (22 Punkte) und Vilsbiburg (23 Punkte) auch bereits zwei Spiele mehr absolviert als die Mecklenburgerinnen. Sollte es also nur ein zwischentief gewesen sein, ist zumindest Platz 3 greifbar. Bereits am morgigen Samstag (16:30 Uhr) muss dann allerdings in heimischer Halle ein möglichst klarer Sieg gegen Aachen her. 

 

Stephan Haring

Stephan Haring ist freier Mitarbeiter unserer digitalen Tageszeitung. Er hat ein Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt mit den Nebenfächern Sozialwissenschaften & Politik absolviert. Im Nachhinein arbeitete er in leitenden Funktionen der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, im Leitungsbereich eines Unternehmens sowie als Rektor einer privat geführten Hochschule. Zudem entwickelte, organisierte und realisierte er mit der durch ihn entwickelten LOOK ein Fashionevent in Schwerin. Heute arbeitet er freiberuflich als Texter, Pressesprecher, Textkorrektor und Ghostwriter sowie als Berater in verschiedenen Projekten. Im größten Schweriner Ortsbeirat ist er als Vorsitzender kommunalpolitisch aktiv.

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