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Wirtschaftsprüfer stellen Sparkonzept für das Staatstheater vor

(hk). Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen »Metrum« aus Münschen hat gestern im Bildungsministerium unter dem Beisein der Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (LINKE) einen Maßnahmekatalog zur Konsolidierung des finanziell schwer angeschlagenen Mecklenburger Staatstheaters in Schwerin.

  • Veröffentlicht Juli 2, 2013

(hk). Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen »Metrum« aus Münschen hat gestern im Bildungsministerium unter dem Beisein der Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (LINKE) einen Maßnahmekatalog zur Konsolidierung des finanziell schwer angeschlagenen Mecklenburger Staatstheaters in Schwerin.

Wie schon im Vorfeld spekuliert, schlug das Unternehmen als die einschneidendste Maßnahme die Auslagerung der Schlossfestspiele . Diese sollen nach den Vorstellungen des Beratungsunternehmens in eine eigenständige Gesellschaft ausgegründet werden. Weiterhin soll die Landesbühne in Parchim zukünftig mit dem Mecklenburger Staatstheater Schwerin zusammengelegt werden. »Metrum« erhofft sich gerade im Hinblick auf die Auslagerung der Festspiele, dass hier dann zusätzlich Tourismusfördermittel fließen könnten. Schwerins Theaterintendant Joachim Kümmritz hat sich bisher immer ablehnend gegenüber solchen Vorschlägen gezeigt. Die Zusammenlegung des Kinder- und Jugendtheaters in Parchim mit dem Staatstheater soll nach Einschätzung der Unternehmensberater Kosten in Höhe von bis zu 330.000 Euro sparen.

Erhebliche Veränderungen regen »Medrum« auch für die niederdeutsche Fritz-Reuther-Bühne an. Sie soll ach Parchim umziehen und mit den anvisierten Einsparungen von 290.000 Euro zukünftig eher eine Amateurbühne sein. Im E-Werk, eine weitere Spielstätte in Schwerin, schlägt das Unternehmen vor, dass 100 Vorstellungen in Zukunft eingespart werden sollen.

In den nächsten Jahren sollen darüber hinaus 30 Stellen eingespart werden. Dem Orchester und dem Chor stünden nach den Plänen der Berater Gehaltkürzungeuro n ins Haus.

Die Wirtschaftsberater sehen im kommenden Jahr ein Potential von 3,25 Millionen Euro. Bis zum Jahr 2020 könnten es gar sechs Millionen Euro sein. Die umliegenden Landkreise sollen mit insgesamt 400.000 Euro an der Finanzierung des Theaters beteiligt werden. Dazu müssten die Landkreise aber einverstanden sein. Das Land hat jetzt schon seine Erhöhung der Zuschüsse an das Staatstheater angekündigt.

Die Oberbürgermeisterin gab sich nach Vorstellung des Konzepts verhalten optimistisch. Die Vorschläge seien eine gute »Diskussionsgrundlage«. Nun müsse man sich die wirtschaftlichen Bedingungen ansehen.

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Redaktion

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