ADFC Schwerin fordert: Mehr Engagement im Radverkehr

Am Sonntag besuchte unsere neue Landesgeschäftsführerin Schwerin und beriet mit Regionalvorständen Ideen, wie Lokalpolitiker für mehr Engagement im Radverkehr geworben werden können.
Am Sonntag besuchte unsere neue Landesgeschäftsführerin Schwerin und beriet mit Regionalvorständen Ideen, wie Lokalpolitiker für mehr Engagement im Radverkehr geworben werden können.

(am). Wie kann man es hinbekommen, dass sich Politik und Gesellschaft mehr für den Radverkehr engagieren? Dass es zwischen 2010 und 2012 keine getöteten Radfahrer in der Landeshauptstadt gab, darauf will sich der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) nicht ausruhen. Dies um so mehr, als in der gleichen Zeit die Zahl der schwer verletzten Radfahrer gestiegen ist, wie der ADFC Schwerin in seinem aktuellen Newsletter mitteilt. An 40 % seien die Radler selbst Schuld gewesen. Allein dieser Umstand zeigt: Die Ursachen müssen herausgefunden und vor allem abgestellt werden.

Auf beiden Seiten: Radfahrer müssen zum Beispiel zur Verkehrssicherheit durch Einhaltung von Regeln oder verkehrssichere Fahrräder beitragen. Für den Herbst bietet der ADFC zum Beispiel deshalb übrigens wieder den kostenlosen Beleuchtungscheck an. Aber auch die motorisierten Verkehrsteilnehmer müssen vor allem Rücksicht nehmen. Die Politik schließlich muss die Voraussetzungen für ein gerechtes Miteinander schaffen. Und letztlich gilt: Dies alles geht nur gemeinsam.

Impulse für diese Fragen brachte gestern die neue Landesgeschäftsführerin des ADFC, Gabriele Meyer, in die Landeshauptstadt. Mit dem Rad ging es bei sonnigem Wetter mit den Regionalgruppenvorständen durch die Stadt, um die Probleme zu erkunden. Die Teilnehmer der Radtour waren sich schnell einig: Nur so können politisch Verantwortliche verstehen, wo es hakt. Warum also in der Zukunft keine verkehrspolitische Radtour mit Lokalpolitikern?

Einige Vertreter dieser Zunft müssen dazu nicht erst eingeladen werden. Die Landespolitikerin Silke Gajek (BÜNDNIS 90/ Die Grünen) zum Beispiel diskutierte nach dem Infowochenende bereits aktiv auf Facebook über verkehrspolitische Schwerpunkte und kritisierte etwa die Situation auf der Wittenburger Straße Richtung Marienplatz. Man kann annehmen, dass der ADFC (und nicht nur der…) so etwas unter kooperativer Zusammenarbeit versteht.

Redaktion

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