Campus am Turm wird Zentrum für Bildung, Kultur und Stadtteilservice

Die feierliche Eröffnung des Campus am Turm im Mueßer Holz fand am vergangenen Samstag statt.

 

Mit dem Campus am Turm in der Hamburger Allee 124  ist ein Bildungs- und Bürgerzentrum für das Mueßer Holz entstanden, in dem neben erweiterten Angeboten der Volkshochschule auch dezentrale Angebote der Stadtverwaltung wie das Stadtteilbüro und soziale Dienste untergebracht sind. Am vergangenen Samstag fand anlässlich des bundesweiten „Tages der Städtebauförderung“ die feierliche Eröffnung durch den stellvertretenden Oberbürgermeister und Schuldezernenten Andreas Ruhl statt.

„Das hier verwirklichte Konzept eines integrierten Bildungs- und Bürgerzentrums ist ein Novum für die Landeshauptstadt. Dieser Campus bietet uns die Chance, Bildungs-, Beratungs- und Kulturangebote wohnortnah zu bündeln und damit nah an den Menschen zu sein. Denn das Mueßer Holz und Neu Zippendorf sind Stadtteile, die wachsen. Und insbesondere im Mueßer Holz wohnen sehr junge Einwohner“, so Andreas Ruhl. Das Projekt  wurde 2015 aus fast 1000 eigereichten Projekten für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend, Kultur“ ausgewählt. Damit war eine 90-prozentige Förderung der Baukosten verbunden, die sich aktuell auf 7 Mio. € belaufen, davon 5 Mio. € für den Schulteil der VHS. 

 

Begeisterung für Bildung kann wachsen

 

Bereits in dem alten Gebäude hatte die Volkshochschule ihre Außenstelle mit dem Schwerpunkt Schulabschlüsse. Das ist auch nach dem Umbau so: Der Umzug fand bereits in den Osterferien statt. Schon seit Ende April finden die Kurse in den neuen Räumen statt. „Es gibt wenige Städte, in denen der zweite Bildungsweg über so moderne Lern- und Lehrbedingungen verfügt“, hebt Oberbürgermeister Rico Badenschier hervor, der das Gebäude schon nach dem Umzug der VHS besuchte.

Dazu zählen neben den modern ausgestatteten Klassenräumen mit interaktiven Smartboards, beste Akustik, die barrierefreie Erschließung durch einen Fahrstuhl und die farbenfrohe Gestaltung des neuen Gebäudes. Die neuen Computerkabinette können auch von anderen Kursen der Volkshochschule genutzt werden. Ein öffentlich nutzbarer Veranstaltungsraum mit 200 Plätzen und modernster Multimedia-Technik wurde im Atrium geschaffen. Eine Kochschule befindet sich direkt am Haupteingang. Außerdem verfügt das Haus über einen funktionsgerechten Gesundheitsraum und ein Atelier – viele neue Möglichkeiten für Kurs- und Veranstaltungsangebote.

OB Badenschier beim Besuch des CAT mit Susanne Kapellusch und Matthias Buck (VHS)

„Unter solchen Bedingungen wächst auch bei Erwachsenen die Motivation und Begeisterung für das Lernen“, ist sich die Leiterin der VHS Susanne Kapellusch sicher. Ausgebaut werden auch die  Lernangebote der Volkshochschule  für Gruppen mit speziellen Bildungsbedürfnissen, wie z.B. Langzeitarbeitslose, junge Mütter und Flüchtlinge sowie die interkulturellen Kursangebote.

Wer das Team der Kursleiterinnen und Kursleiter im Campus insbesondere in den Schulabschlusskursen unterstützen möchte, ist übrigens herzlich eingeladen. „Sowohl ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer als auch Seiteneinsteiger sind herzlich willkommen, sich bei der VHS zu bewerben.“ 

Neben der VHS bieten weitere Einrichtungen und Vereine im CAT Beratung und Service:

  • Das Jugendamt verstärkt seine Präsenz im Stadtteil mit einer Anlaufstelle und bietet ein niederschwelliges Beratungsangebotes  aus dem Projekt „Jugend Stärken im Quartier“. 
  • Das Jobcenter ist mit dem „Jobcenter Informationszentrum“ (JiZ) vertreten und wird  über aktuelle Angebote auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt informieren.
  • Das Stadtteilbüro wird die zentrale Anlaufstelle im Stadtteil. Die Stadtteilmanagerinnen werden dort regelmäßig erreichbar sein.
  • Die Dreescher Werkstätten schaffen im CAT Möglichkeiten für eine erweiterte Bildungs- und Kulturteilhabe für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. 
  • Der Internationale Bund Schwerin (IB) richtet eine Erziehungs- und Beratungsstelle ein.
  • Der russisch-deutsche Kulturverein Kontakt e.V. hält mit seinen Kulturgruppen Einzug in den Campus.

Redaktion

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