Ein ungewöhnlicher Beschluss der Stadtvertretung

Bild: Schwerin-Lokal
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(us). Die Fraktion von SPD-GRÜNE hat in die Stadtvertretung einen Antrag eingebracht, der die Verwaltung auffordert zu prüfen, „ob der Stadt zur Verfügung stehende Landesmittel in Höhe von 94 000 Euro noch in diesem Jahr für die berufsbegleitende Weiterbildung der Mitarbeiterinnen des städtischen Pflegestützpunktes sowie für eine integrierte kommunale Pflegesozialplanung verwendet werden können.“ Dieser Antrag wurde bei nur fünf Gegenstimmen angenommen. Und das freut die Antragsteller.

Die sozialpolitische Sprecherin Gret-Doris Klemkow erklärte: „In Schwerin leben immer mehr ältere Menschen. Das macht in den kommenden Jahren die Deckung eines zunehmenden Bedarfes an guter Pflege und Beratung erforderlich. Deshalb sind aus Sicht der SPD-Grünen-Fraktion alle Möglichkeiten zu nutzen, die die Pflegelandschaft in Schwerin verbessern.“ Auch der stellvertretende Vorsitzende des städtischen Seniorenbeirates, Siegfried Schwinn, appellierte, alles zu tun, um die Landesmittel in Anspruch zu nehmen.

So schön, so gut möchte man meinen. Allerdings fragt man sich, warum es eines Beschlusses bedarf, dass die Stadt Gelder abruft, die für die soziale Arbeit ohnehin bereit stehen. Insofern: Ein ungewöhnlicher Beschluss der Stadtvertretung.

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