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Endlich Bewegung bei geplanter Marina – Politik entscheidet sich gegen Verwaltung

Zu ein­er gemein­samen Sitzung kamen in dieser Woche die Fachauss­chüsse „Wirtschaft, Touris­mus und Liegen­schaften“, „Bauen, Stad­ten­twick­lung und Verkehr“ sowie „Umwelt, Gefahren­ab­wehr und Ord­nung“ zusam­men. Zen­trales The­ma der Beratun­gen war eine

  • Veröffentlicht Mai 14, 2022
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In Schw­erin entste­ht eine Mari­na. | Foto: pri­vat

Zu ein­er gemein­samen Sitzung kamen in dieser Woche die Fachauss­chüsse „Wirtschaft, Touris­mus und Liegen­schaften“, „Bauen, Stad­ten­twick­lung und Verkehr“ sowie „Umwelt, Gefahren­ab­wehr und Ord­nung“ zusam­men. Zen­trales The­ma der Beratun­gen war eine weichen­stel­lende Entschei­dung für das als Mari­na-Stan­dort vorge­se­hene Grund­stück Güstrow­er Straße 88 im Nor­den Schw­erins.

 

Politik geht anderen Weg als die Verwaltung

Zulet­zt waren noch zwei Bewer­ber im Ren­nen, wie zu erfahren war. Bei­de sahen eine Mis­chung aus Boot­san­lege-Flächen, Car­a­van-Stellplätzen, Ferienun­terkün­ften und Gas­tronomie sowie weit­eren Ser­viceein­rich­tun­gen vor. Im Anschluss galt es für die Anwe­senden eine Entschei­dung zu tre­f­fen, welchem der bei­den Bewer­ber eine Anhandgabe ange­boten wer­den soll. Voraus­ge­gan­gen waren dieser öffentlichen Auss­chuss­be­fas­sung drei interne Anhörungsrun­den vor Vertretern aller Frak­tio­nen. Die Frak­tio­nen von CDU/FDP, Die Linke, Unab­hängige Bürg­er (UB) und Bünd­nis 90/Die Grü­nen haben sich entsch­ieden, dabei dem Konzept „Hafen­werk Schw­erin” die Zus­tim­mung zu geben. Wie ein­er Mit­teilung der Frak­tio­nen vom gestri­gen Fre­itag zu ent­nehmen war, ging die Poli­tik damit einen anderen Weg als von der Ver­wal­tung vorgeschla­gen, die offen­bar das andere Konzept präferiert hat­ten.

 

„Wir sind endlich auf der Zielgeraden”

„Die zwei verbliebe­nen Bewer­ber -‚Hafen­werk Schw­erin‘ und die ‚Mari­na Resort Ziegelsee‘ – haben inter­es­sante Pro­jek­tideen präsen­tiert, wie sich der Stan­dort entwick­eln lässt. Im Ergeb­nis der Beratun­gen hat uns das Konzept ‚Hafen­werk Schw­erin‘ des Schw­er­iner Investors Tony Pilipenko am meis­ten überzeugt. Bei der Entschei­dungs­find­ung war uns beson­ders wichtig, dass der Stan­dort ins­ge­samt aufgew­ertet wird, und dass auf diesem Are­al die in Schw­erin drin­gend benötigte mar­itime Infra­struk­tur mit Wasser­tankstelle geschaf­fen wird”, so die Frak­tionsvor­sitzen­den Gert Rudolf (CDU/FDP), Gerd Böttger (Die Linke), Sil­vio Horn (UB) und Regi­na Dorf­mann (Bünd­nis 90/Die Grü­nen) in ein­er gemein­samen Erk­lärung. An sich war eine deut­lich schnellere Entwick­lung des Ver­fahrens vorge­se­hen. Die Umset­zung hat­te sich ins­beson­dere auf­grund der Coro­na-Sit­u­a­tion verzögert. „Nun aber sind wir endlich auf der Ziel­ger­aden.”

Nach einem finalen Beschluss der Stadtvertre­tung im Juni wird die Ver­wal­tung mit dem Investor einen städte­baulichen Ver­trag über die Ausar­beitung eines Bebau­ungs­plans schließen. Dabei soll die dort ansäs­sige Weiße Flotte eine Zusicherung erhal­ten, einen Erb­bau­rechtsver­trag über die bere­its genutzte Fläche abschließen zu kön­nen.

  • Stephan Haring

    Stephan Har­ing ist freier Mitar­beit­er unser­er dig­i­tal­en Tageszeitung. Er hat ein Bach­e­lor-Studi­um der Kom­mu­nika­tion­swis­senschaften an der Uni­ver­sität Erfurt mit den Neben­fäch­ern Sozial­wis­senschaften & Poli­tik absolviert. Im Nach­hinein arbeit­ete er in lei­t­en­den Funk­tio­nen der Presse- & Öffentlichkeit­sar­beit, im Leitungs­bere­ich eines Unternehmens sowie als Rek­tor ein­er pri­vat geführten Hochschule. Zudem entwick­elte, organ­isierte und real­isierte er mit der durch ihn entwick­el­ten LOOK ein Fash­ion­event in Schw­erin. Heute arbeit­et er freiberu­flich als Tex­ter, Press­esprech­er und Tex­tko­r­rek­tor sowie als Berater in ver­schiede­nen Pro­jek­ten. In einem Schw­er­iner Orts­beirat ist er zudem ehre­namtlich als Vor­sitzen­der kom­mu­nalpoli­tisch aktiv.

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