Endlich Bewegung bei geplanter Marina – Politik entscheidet sich gegen Verwaltung

In Schwerin entsteht eine Marina. | Foto: privat

Zu einer gemeinsamen Sitzung kamen in dieser Woche die Fachausschüsse „Wirtschaft, Tourismus und Liegenschaften“, „Bauen, Stadtentwicklung und Verkehr“ sowie „Umwelt, Gefahrenabwehr und Ordnung“ zusammen. Zentrales Thema der Beratungen war eine weichenstellende Entscheidung für das als Marina-Standort vorgesehene Grundstück Güstrower Straße 88 im Norden Schwerins.

 

Politik geht anderen Weg als die Verwaltung

Zuletzt waren noch zwei Bewerber im Rennen, wie zu erfahren war. Beide sahen eine Mischung aus Bootsanlege-Flächen, Caravan-Stellplätzen, Ferienunterkünften und Gastronomie sowie weiteren Serviceeinrichtungen vor. Im Anschluss galt es für die Anwesenden eine Entscheidung zu treffen, welchem der beiden Bewerber eine Anhandgabe angeboten werden soll. Vorausgegangen waren dieser öffentlichen Ausschussbefassung drei interne Anhörungsrunden vor Vertretern aller Fraktionen. Die Fraktionen von CDU/FDP, Die Linke, Unabhängige Bürger (UB) und Bündnis 90/Die Grünen haben sich entschieden, dabei dem Konzept „Hafenwerk Schwerin“ die Zustimmung zu geben. Wie einer Mitteilung der Fraktionen vom gestrigen Freitag zu entnehmen war, ging die Politik damit einen anderen Weg als von der Verwaltung vorgeschlagen, die offenbar das andere Konzept präferiert hatten.

 

„Wir sind endlich auf der Zielgeraden“

„Die zwei verbliebenen Bewerber -‚Hafenwerk Schwerin‘ und die ‚Marina Resort Ziegelsee‘ – haben interessante Projektideen präsentiert, wie sich der Standort entwickeln lässt. Im Ergebnis der Beratungen hat uns das Konzept ‚Hafenwerk Schwerin‘ des Schweriner Investors Tony Pilipenko am meisten überzeugt. Bei der Entscheidungsfindung war uns besonders wichtig, dass der Standort insgesamt aufgewertet wird, und dass auf diesem Areal die in Schwerin dringend benötigte maritime Infrastruktur mit Wassertankstelle geschaffen wird“, so die Fraktionsvorsitzenden Gert Rudolf (CDU/FDP), Gerd Böttger (Die Linke), Silvio Horn (UB) und Regina Dorfmann (Bündnis 90/Die Grünen) in einer gemeinsamen Erklärung. An sich war eine deutlich schnellere Entwicklung des Verfahrens vorgesehen. Die Umsetzung hatte sich insbesondere aufgrund der Corona-Situation verzögert. „Nun aber sind wir endlich auf der Zielgeraden.“

Nach einem finalen Beschluss der Stadtvertretung im Juni wird die Verwaltung mit dem Investor einen städtebaulichen Vertrag über die Ausarbeitung eines Bebauungsplans schließen. Dabei soll die dort ansässige Weiße Flotte eine Zusicherung erhalten, einen Erbbaurechtsvertrag über die bereits genutzte Fläche abschließen zu können.

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