Frisch aus dem Rauch – bei Lange wurde investiert

(am). Mitte der Woche sorgte ein Riesen-LKW in der Wittenburger Straße für Aufmerksamkeit und blockierte für einige Minuten sogar die Gleise der Straßenbahn. Bei der Stadtfleischerei Lange wurde großes Gerät aufgefahren. Passanten konnten bestaunen, wie ein Gabelstapler eine neue Rauchanlage in den Rauch- und Kesselraum brachte. Die alte Anlage stammt noch aus DDR-Zeiten und hatte also einige Jahrzehnte dafür gesorgt, dass die Gaumen der Schweriner mit feinen Räucherwaren verwöhnt werden konnten. Die passen gerade jetzt in der kalten Jahreszeit bestens auf den Speiseplan.

Rauch war in früheren Zeiten in erster Linie einmal ein Konservierungsmittel. Der Rauch entzieht dem Lebensmittel Wasser und macht es dadurch haltbarer. Dass ein Schinken auf diese Weise sogar noch besser schmeckt, war eine erfreuliche Nebenerscheinung. Wie alle handwerklichen Arbeitsschritte ist auch Räucherei heute High-Tech. Die Verantwortlichen der Stadtfleischerei erklären die Funktionsweise geduldig:

„Der Rauch für die Rauchanlage wird von einem Raucherzeuger produziert und in die Rauchanlage geblasen. Die Rauchanlage kann Kalt- und Heißräuchern. Dazu wird die Anlage mit Niederdruckdampf oder Hochdruckdampf beheizt. Zusätzlich ist die Rauchanlage an eine Kühlanlage angeschlossen, um bei Übertemperatur zu kühlen. Für die verschiedenen Wurstsorten gibt es Rauchprogramme. Wärme oder Kälte, Luftfeuchtigkeit, Luftgeschwindigkeit und Rauch müssen gesteuert werden – deshalb ist es auch eine Klimarauchanlage. Trotzdem muss der verantwortliche Mitarbeiter in die Programmschritte eingreifen, um auf äußere Einflüsse zu reagieren und die Anlage entsprechend zu regulieren.“

Allein der Aufbau der neuen Anlage dauerte vier Stunden. Der Abbau der alten Anlage und die Einrichtung der neuen kostete weitere Arbeitstage. Wie sich die Investition auswirken wird, werden wir in den nächsten Tagen merken – beim Genießen einer frisch geräucherten Wurst oder einem Schinken.

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