Frohe Ostern mit Ostereiern, Osterhase und Allem, was “sonst noch dazugehört”

Ostern ist mehr als Osterhase, -eier und Ferien.
Ostern ist mehr als Osterhase, -eier und Ferien.

(fwu). Was fällt Ihnen als erstes zu Ostern ein? Der Osterhase? Ostereier suchen? Osterferien? Oster- …., war da noch was?

 

Die Sache mit Jesus? Ja! Genau!. Da war doch was mit Jesus. Und das ist der Grund für die zwei Feiertage. Für die zwei Christlichen Feiertage. Und nicht die Eier vom Osterhasen.

 

Ist Ihnen egal? Hauptsache frei?

 

Gut. Nachvollziehbar. Nur noch eine Minderheit glaubt in diesem unseren Lande. Glaubt an Gott, Jesus und den Inhalt der Bibel. Aber sollte nicht auch die un- oder andersgläubige Mehrheit zumindest wissen, was es mit Ostern auf sich hat? Gehört dieses Wissen nicht mindestens zu unserer Kultur im “Christlichen Abendlande”?

 

Religion ist auch heute noch – oder besser wieder! – das bestimmende Element und Thema in der Welt. Kaum ein Krisenherd, in dem unterschiedliche Religionen keine Rolle spielen. Die Abkehr von der christlichen Religion im “Christenland” ändert daran nichts. Religion ist wichtig! Man sollte daher zumindest wissen, welche Werte eine Religion vertritt und verkündet. Welches Menschenbild ihr zu Grunde liegt.

 

Der christlichen Religion und ihrer Entwicklung verdanken wir die Grundlagen für unser heutiges Menschenbild.

 

Zum Beispiel das “Du sollst nicht töten!”. Auch nicht aus religösen Gründen! Es war ein weiter und blutiger Weg im Abendlande, bis zu dieser Erkenntnis. Es schadet auch dem Ungläubigen nicht, sich zumindest an den christlichen (arbeitsfreien!) Feiertagen mit Religionen zu beschäftigen und sich zu fragen, welche Kultur einem wichtig ist, welcher Kultur man angehört (oder angehören möchte). Welche Werte man aktzeptiert und welche Religion diese Werte vertritt.

 

Jesus würde herzhaft lachen, wenn er sähe, wie Osterhase und Ostereier das Osterfest dominieren. Es könnte aber sein, das uns das Lachen verginge, wenn nicht mehr christliche Werte unsere Kultur bestimmte. Seien Sie ruhig dankbar für die Feiertage (Hauptsache frei!), die uns die christliche Religion in diesem Lande beschert. Doch bedenken Sie, das das längst nicht alles ist!

 

In diesem Sinne: Frohe Ostern!

 

„Ostern ist das wichtigste Ereignis der Weltgeschichte!“

 

Mit diesem etwas provokativen Satz begann an der Universität Heidelberg eine Vorlesung in Theologie. Nach diesem Termin wurde die Zeit neu berechnet.

 

So stellt es der Osterkalender der Alten Kirche in Ravenna aus dem 6. Jahrhundert dar: In der Mitte die Erinnerung an das Kreuz Christi, sein Leiden und Sterben. Die Christen glauben: in diesem geschändeten und verachteten Menschen ist Gott selber zu uns gekommen und hat unser menschliches Schicksal getragen.

 

Hinter dem Kreuz leuchtet ein helles Licht auf, Symbol des Auferstandenen, des ewigen Gottes.

 

Kreuz und Auferstehung setzen eine ungemeine Kraft frei, die weit über den Augenblick hinausgeht, alle Zeiten erfasst und auch in diesem Jahr 2014 wieder neu Ostern werden lässt.

 

Für die Christen ist Ostern nicht nur ein historisches Ereignis, das eine Bedeutung hat in seiner Zeit. Hinter Kreuz und Auferstehung, tief verborgen, ist ein Gott, der in seinem „Herzen“ ein barmherzig liebender ist, der sich für mich ganz persönlich interessiert, obwohl ich ihm dafür eigentlich keinen Anlass gebe. Trotzdem werde ich in das Ostergeschehen mit hineingenommen und darf glauben: Ich werde mit Christus auferstehen. Nur so bildet sich ein vollständiger Kreis, ohne mich fehlt das Entscheidende.

 

Ostern zeigt: Barmherzige Liebe ist das stärkste Heilmittel, das es gibt. Liebe hat eine große verwandelnde Kraft. Sie kann nicht nur den Tod besiegen, sondern sie verwandelt auch mich.

 

Heiliger Geist – tröstender heilender Gott. Seine Heilung erfasst mich in der Tiefe meiner Persönlichkeit, weitet sich aus und wächst in mir wie ein Baum, der in jedem Jahr neue Jahresringe bildet.

 

Hildegard von Bingen (1098 – 1179) fasst es in einem Gebet:
Zu dir rufe ich, o mein Gott,
und ich erhalte Antwort von dir.
Ich bitte, und deine Güte schenkt mir,
was ich begehre;
Ich finde bei dir, was ich suche.

Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Osterfest!

 

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