Gemeinsam nach Lösungen suchen

Gesprächsrunde mit geflüchteten Frauen über Jobsuche.

 

Von Rainer Brunst

 

Eine Gesprächsrunde „Talk the Job“ mit Frauen unter Federführung der Projektgruppe BIM “ Berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten“ vom Wirtschaftsministerium MV fand am 1. August in den Räumlichkeiten des  Grone Bildungszentrums Schwerin statt. Dabei stand im Mittelpunkt, welche Erfahrungen haben Frauen und welche Möglichkeiten bietet ihnen der Ausbildungs-und Arbeitsmarkt, wo sind ihnen Probleme begegnet und gibt es Lösungsmöglichkeiten. Die Moderation der Veranstaltung hatte Jochen Backhaus,Landeskoordinator des Projektes BIM in  MV, übernommen.

 

Fehlende Kita-Plätze bleiben ein Problem 

 

Über 30 Teilnehmende, geflüchtete Frauen aus Syrien, Afghanistan und dem Iran, sowie Vertreter des Landes, Bildungsträger, der Arbeitsagentur, des Jobcenters, weiteren Einrichtungen und der Landeshauptstadt Schwerin, waren zu der Veranstaltung gekommen. Die Frauen mit Fluchterfahrung hatten die Gelegenheit viele Fragen zu stellen. So auch unter anderem Fragen zur Betreuung von Kinder angesichts fehlender Kita-Plätze nicht nur in der Landeshauptstadt Schwerin. Dagmar Kaselitz, Integrationsbeauftragte des Landes M/V, warb für kreative Lösungen. Jochen Backhaus konnte manche Hinweise geben. Auch wurden individuelle Gesprächstermine unter anderem mit dem Jobcenter vereinbart. Es gab auch ein gutes Bespiel einer Migrantin aus Vietnam, die in ihrer Heimat als Masseurin gearbeitet hat,in Schwerin den Deutschkurs besuchte ,im Praktikum ihr Zertifikat erlangen konnte und nun mit ihren sehr guten praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Wellnesbereiches eines Hotels tätig ist.Jochen Backhaus ging auch darauf ein, wie es sich verhält, wenn Geflüchtete ohne Schulabschluss aus ihrer Heimat eine Ausbildung machen wollen. Es gibt Bereiche, wie im Handwerk, wo es für die Absolvierung der Ausbildung nicht erforderlich ist, einen Schulabschluss vorweisen zu müssen. Die IHK zu Schwerin hat gegenwärtig über 200 Ausbildungsverträge mit Nichtdeutschen, so die Information von Petra Schemath von der IHK zu Schwerin.

 

Jochen Backhaus legte dar, wie wichtig eine Ausbildung ist, und erläuterte die Bedeutung von Zuverlässigkeit und Flexibilität und von PC-Kenntnissen. Vera Mathes, Willkommenslotsin,sprach über die Arbeit und die vielen Aktivitäten der Frauen im „Frauencafes  International“ beim Grone Bildungszentrum Schwerin. Ihr und den Frauen des Cafes galt der Dank von Jochen Backhaus für die gute Vorbereitung der Gesprächsrunde, wobei Kaffee , Kuchen und andere Spezialitäten angeboten wurde ebenso ging der Dank an Volker Böhm , Regionalleiter West  des Grone Bildungszentrums Schwerin, als Hausherr.

 

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