Gemeinsames Musizieren wirkt entspannend

Katharina von der Heide. Bild: Privat.
Katharina von der Heide. Bild: Privat.

(am). Schwerin singt – bestimmt jeden Tag im Jahr. Ob der eine oder andere sein morgendliches Duschen klanglich verschönt, oder einen Fan-Gesang anstimmt, in Kindergärten, Schulen und in den zahlreichen Chören natürlich sowieso. Institutionalisiertes Singen hat in der Landeshauptstadt Tradition. Im nächsten Jahr wird, Schwerin-Lokal berichtete, 200 Jahre bürgerlicher Chorgesang gebührend gefeiert werden. Und vor dem Feiern steht bekanntlich das Üben. Chöre, die am Programm mitwirken wollen, können sich noch bis zum 30. November bei Katharina von der Heide melden. Schwerin-Lokal sprach mit der Projektleiterin – natürlich über das Singen:

Schwerin-Lokal: Welche Beziehung haben Sie als Projektleiterin von Schwerin singt selbst zum Singen?

Katharina von der Heide: Die Initiative zum Jubiläum „Schwerin singt! 200 Jahre bürgerlicher Chorgesang“ geht vom Mecklenburgischen Staatstheater aus. Musikalisch wird das Jubiläumskonzert am Abend des 25. Oktober 2014 von dem Chorleiter Ulrich Barthel geleitet. Ich als Kulturmanagerin organisiere verschiedene kulturelle Veranstaltungen in Schwerin und Umgebung. Als Musikwissenschaftlerin liegt mir die Musik besonders am Herzen. Privat singe ich im Schweriner Vocalensemble der St. Paulsgemeinde.

Schwerin-Lokal: Wir haben versucht zu recherchieren, sind aber zu keinem Ergebnis gekommen. Wie viele Chöre gibt es eigentlich in Schwerin?

Katharina von der Heide: Alle zwei Jahre bei der „Nacht der Chöre“ machen zwanzig Chöre mit. Darüber hinaus hat fast jede Schule einen Chor. Eine genaue Zahl ist auch mir nicht bekannt. Sicher gibt es einige Chöre, die man nicht erfassen kann, denn Chor beginnt ja da, wo mehrere sangesfreudige Leute auch nur für einen kurzen Moment zusammen treffen.

Schwerin-Lokal: Es wird oft geklagt, es werde nicht mehr gesungen. Ist das eine subjektive Sicht Ihrer Meinung und werden tatsächlich nur andere Lieder als die tradierten gesungen?

Katharina von der Heide: Die Beobachtung, dass nicht mehr soviele Wiegenlieder und Kinderlieder zu Hause gesungen werden habe ich gemacht. Vielen wird die Freude am Musizieren auch zu Schulzeiten genommen, wenn es heißt man sei unmusikalisch, weil man Schwierigkeiten mit dem Notenlesen oder beim Singen hat. Sicherlich singen weniger Leute spontan, da man über die Medien ständig von Musik umgeben ist, dennoch summen ja viele beim Radiohören mit.
Gerade in den letzten Jahren beobachte ich einen Trend, dass immer mehr Menschen zusammen in Chören singen und dass sich dieses gemeinsame Musizieren und Erleben sehr positiv und entspannend auswirkt.

Schwerin-Lokal: Welche Beiträge erwarten uns beim Nachmittagsprogramm?

Katharina von der Heide: Am 25. Oktober 2014 wird Schwerin singen. Bei einem bunten Nachmittagsprogramm, die die Vielfalt des Chorgesanges zeigt – von A-capella bis Shanty, von Schüler- bis Frauenchor und von Gospel bis Kirchenchor und noch mehr wird dabei sein.

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