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Grünen-Kreisvorsitzender befürchtet Verödung des Südostens durch Fachmarktzentrum

(pm/red) Die Fraktion der Schweriner Grünen nimmt Anstoß an einer Äußerung des Baudezernenten Bernd Nottebaum in der SVZ vom 14.04.2015, wo dieser sein Bedauern darüber äußert, dass die Mecklenburgstraße ihre

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  • Veröffentlicht April 21, 2015

Mecklenburgstraße(pm/red) Die Fraktion der Schweriner Grünen nimmt Anstoß an einer Äußerung des Baudezernenten Bernd Nottebaum in der SVZ vom 14.04.2015, wo dieser sein Bedauern darüber äußert, dass die Mecklenburgstraße ihre Rolle als Haupteinkaufsstraße an den Marienplatz verliere.

Der Kreisvorsitzende der Grünen, Karl Schmude, macht die Stadtpolitik selbst für diese Entwicklung verantwortlich. „Wer neue Verkaufsflächen am Stadtrand ansiedelt und in der Innenstadt vor allem auf großflächige Shopping-Center mit Tiefgarage setzt, ruiniert die Innenstadt systematisch“, so Schmude. „Dass Friedrichstraße, Mecklenburgstraße und Goethestraße ihre einstige Bedeutung als Einkaufsstraßen verloren haben, ist das Resultat einer konsequenten Stadtentwicklung nach US-amerikanischem Muster.“ Dass ausgerechnet der dafür verantwortliche Baudezernent diese Entwicklung beklage, sei „fast schon dreist“, so Schmude.

Die Grünen ahnen eine ähnliche Entwicklung für den Südosten der Stadt voraus. Das am Stadtrand geplante „Fachmarktzentrum Haselholz“ werde, so Schmude, einen weiteren Beitrag zur Verödung der Innenstadt leisten.

Einzelhandelskonzept verkennt nach Ansicht der Grünen die Entwicklung

„Fußgänger und Radfahrer werden sich kaum dorthin verirren, die nächste Straßenbahnhaltestelle ist schwer erreichbar“, heißt es dazu in einer Erklärung. „Zurzeit behauptet die Verwaltung und der von ihr beauftragte Gutachter zwar im Einzelhandelskonzept, das sogenannte Fachmarktzentrum werde die benachbarten Stadtteilzentren auf dem Dreesch nicht beeinflussen. Ein paar Jahre später wird der Baudezernent dann bedauernd feststellen, dass sich der Schwerpunkt für das Einkaufen im Südosten leider, leider von den gut erreichbaren Zentren auf dem Dreesch zu einer Straßenkreuzung am Stadtrand verschoben hat, und dass man am Berliner Platz eigentlich nur noch das Licht ausknipsen kann“, argwöhnt Schmude. „Eigentlich schade für Schwerin, aber mit dieser Politik wohl unausweichlich.“

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der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal. Kontakt: redaktion@schwerin-lokal.de

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