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Jugend forscht auch in Zeiten der Corona-Pandemie

Auch unter den Bedin­gun­gen der Coro­n­avirus-Pan­demie ist mit 82,1 Prozent die über­wiegende Mehrheit der für die 56. Runde von Jugend forscht/Schüler exper­i­men­tieren angemelde­ten Wet­tbe­werb­spro­jek­te an Schulen aller Schul­for­men ent­standen. Das

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  • Veröffentlicht Februar 25, 2021
Auch in diesem Jahr find­et der Wet­tbe­werb „Jugend forscht” wieder statt. | Foto: Stiftung Jugend forscht e.V.

Auch unter den Bedin­gun­gen der Coro­n­avirus-Pan­demie ist mit 82,1 Prozent die über­wiegende Mehrheit der für die 56. Runde von Jugend forscht/Schüler exper­i­men­tieren angemelde­ten Wet­tbe­werb­spro­jek­te an Schulen aller Schul­for­men ent­standen. Das zeigt ein Blick in die aktuelle Anmeldesta­tis­tik der Stiftung Jugend forscht e. V. Im ver­gan­genen Jahr hat­te der Anteil mit 83,3 Prozent nur unwesentlich höher gele­gen. Wenig über­raschend wur­den in der laufend­en Runde etwas mehr Forschung­spro­jek­te zu Hause erar­beit­et, näm­lich 9,1 Prozent nach 7,0 Prozent im Jahr zuvor. Infolge pan­demiebe­d­ingter Schließun­gen ver­ringerte sich hinge­gen der Anteil der an Uni­ver­sitäten oder Forschung­sein­rich­tun­gen ent­stande­nen Pro­jek­te um knapp die Hälfte auf 0,9 Prozent.

 

Pandemiebedingt deutlich mehr Einzelprojekte

Deut­lich ins Auge fällt der in der 56. Wet­tbe­werb­srunde erhöhte Anteil an Einzel­pro­jek­ten. 44,0 Prozent der Jung­forscherin­nen und Jung­forsch­er haben sich entsch­ieden, 2021 alleine an den Start zu gehen, während 56,0 Prozent der Anmel­dun­gen auf Zweier- oder Dreierteams ent­fall­en. Im Vor­jahr hat­te der Anteil an Einzel­pro­jek­ten noch bei 39,4 Prozent gele­gen. Ursache für diesen Sprung nach oben dürften die in der Pan­demie erschw­erten Bedin­gun­gen für das Arbeit­en im Team gewe­sen sein. Umso mehr Bedeu­tung erhält vor diesem Hin­ter­grund die auch in dieser Runde erfol­gte umfängliche Unter­stützung durch engagierte Pro­jek­t­be­treuende, in der Regel Lehrkräfte in den MINT-Fäch­ern.

 

Knapp 9.000 Anmeldungen in diesem Jahr

Die Gesamt­beteili­gung an Jugend forscht/Schüler exper­i­men­tieren ging infolge der Coro­n­avirus-Pan­demie auf 8.998 Anmel­dun­gen zurück. Das ist erfreulicher­weise nur ein Minus von knapp einem Vier­tel gegenüber dem Vor­jahr. Die Verteilung der Anmel­dun­gen nach Fachge­bi­eten und Geschlecht blieb im Vor­jahresver­gle­ich hinge­gen kon­stant. So liegt der Mäd­chenan­teil 2021 bei 39,6 Prozent, nach 40,3 Prozent in der let­ztjähri­gen Runde. Bei den Fachge­bi­eten gibt es nur geringe Verän­derun­gen im Ver­gle­ich zum Vor­jahr. Ursäch­lich für den leicht­en Zuwachs bei den Anmel­dun­gen im ten­den­ziell stärk­er the­o­riebasierten Fach Mathematik/Informatik um 0,9 Prozent auf 8,1 Prozent sind mut­maßlich die aktuell erschw­erten Bedin­gun­gen für exper­i­mentelles Arbeit­en. Dies dürfte auch der Grund dafür sein, dass sich der Anteil der im Fachge­bi­et Chemie angemelde­ten Jung­forscherin­nen und Jung­forsch­er ver­glichen mit dem Vor­jahr um 2,1 Prozent auf 16,9 Prozent ver­ringerte. Die Nutzung von Laboren in Schulen oder Forschung­sein­rich­tun­gen über einen län­geren Zeitraum ist derzeit kaum möglich.

 

Schulen sind das Rückgrat des Wettbewerbs”

Nichts­destoweniger bleiben Schulen die Num­mer eins unter den Erar­beitung­sorten. „Der ver­tiefte Blick auf die diesjähri­gen Anmeldezahlen belegt, dass Schulen auch in der 56. Runde das Rück­grat des Wet­tbe­werbs Jugend forscht/Schüler exper­i­men­tieren sind“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäfts­führen­der Vor­stand der Stiftung Jugend forscht e. V. „Lehrkräfte haben trotz der erschw­erten Rah­menbe­din­gun­gen infolge der Coro­n­avirus-Pan­demie Jung­forscherin­nen und Jung­forsch­er bei ihren ersten Schrit­ten in die Forschung begleit­et. Für ihr her­aus­ra­gen­des Engage­ment gilt ihnen unser beson­der­er Dank. Auch während der Pan­demie stellen sie sich­er, dass kein Tal­ent ver­loren geht und junge Men­schen die Chance erhal­ten, gezielt gefördert zu wer­den.“