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Junge Union Schwerin: Rockpalast ist Bestandteil der kulturellen Vielfalt Schwerins

Die Junge Union Schw­erin set­zt sich für eine drei­monatige vor­läu­fige Umbau­genehmi­gung des Rock­palastes ein, um dem Inhab­er Heiko Stein­müller die nötige Zeit zu geben, erforder­liche Gutacht­en erstellen zu lassen –

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  • Veröffentlicht Mai 8, 2014
JU-Kreisvorsitzender Georg Kleinfeld
JU-Kreisvor­sitzen­der Georg Kle­in­feld

Die Junge Union Schw­erin set­zt sich für eine drei­monatige vor­läu­fige Umbau­genehmi­gung des Rock­palastes ein, um dem Inhab­er Heiko Stein­müller die nötige Zeit zu geben, erforder­liche Gutacht­en erstellen zu lassen – ein gängiges Ver­fahren im Ver­wal­tungsap­pa­rat. Eine Abkehr davon, erscheint daher im Falle des Rock­palastes als nicht nachvol­lziehbar.

Der Vor­sitzende der Jun­gen Union und Kan­di­dat zur Kom­mu­nal­wahl, Georg Kle­in­feld, sieht ohne­hin viele offene Fra­gen im Umgang der Behör­den mit dem ehe­ma­li­gen Head­bangers und jet­zi­gen Rock­palast: „Die Stadt und ihre Ver­wal­tung soll­ten froh sein, dass es in Schw­erin ein Lokal wie das Head­bangers gab. Es war ein Bestandteil der kul­turellen Vielfalt und so etwas benötigt unsere Stadt. Nicht nur Anhänger der Rock­musik gin­gen dort ein und aus, son­dern auch die unter­schiedlich­sten jun­gen und alten Schw­er­iner, Touris­ten, Fans von weit her und sog­ar Stadtvertreter. Das Ver­hält­nis zwis­chen Anwohn­ern und dem Lokal in der Meck­len­burgstraße war friedlich. Zudem erfüllte das Head­bangers alle erforder­lichen Aufla­gen hin­sichtlich Brand- und Schallschutz. All dies ist auch beim Rock­palast in der Goethes­traße zu erwarten.”

Des Weit­eren plädiert die Junge Union dafür, dass mit dem Inhab­er wie mit jedem anderen Bürg­er auch Ver­fahren wird und nicht unüber­brück­bare Hür­den gestellt wer­den. Es erscheint willkür­lich, warum in diesem Fall die Stadt lediglich drei Gutachter­büros akzep­tiert. Eben­so unver­hält­nis­mäßig erscheint die Erforder­nis ein­er Schalle­mis­sion­sprog­nose, die in der Regel bei Flug­plätzen und Wind­kraftan­la­gen ver­langt wird.

„Es ist nicht nachvol­lziehbar, warum die Ober­bürg­er­meis­terin den Rock­palast nicht akzep­tieren will. Eine Gefährdung des nach­barschaftlichen Zusam­men­lebens kann als möglich­er Grund aus­geschlossen wer­den. Ein­er­seits, weil in der Nach­barschaft über­wiegend Gewerbe ansäs­sig ist, zum anderen, weil Ver­mi­eter und Bewohn­er des Haus­es den Rock­palast akzep­tieren. Einzig auf­grund der Musikrich­tung ein Lokal zu ver­teufeln, erscheint grotesk, zumal Rock­musik mit­tler­weile im Bal­lett des Staat­sthe­aters Einzug gehal­ten hat. Für die Vielfalt in unser­er Lan­deshaupt­stadt ist es daher wichtig, wenn dieses Ver­ständ­nis auch im Stadthaus Anklang find­et”, so Kle­in­feld abschließend.