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Mahnwache für Julien Assange am Marienplatz:
Aufstehen Schwerin ruft zur Protestaktion auf

In Schwerin ruft die Ortsgruppe der Sammlungsbewegung Aufstehen zu einer bevorstehenden Mahnwache für Julian Assange auf, um ihre Unterstützung für den WikiLeaks-Gründer zu zeigen und Bedenken hinsichtlich seiner möglichen Auslieferung

  • Veröffentlicht Juli 25, 2023

In Schwerin ruft die Ortsgruppe der Sammlungsbewegung Aufstehen zu einer morgigen Mahnwache für Julian Assange auf, um ihre Unterstützung für den WikiLeaks-Gründer zu zeigen und Bedenken hinsichtlich seiner möglichen Auslieferung an die USA zum Ausdruck zu bringen.

 

Julien Assange
Für die Freiheit von Julian Assange treten weltweit zahlreiche Gruppierungen, menschenrechtsverbände und auch Einzelpersonen ein.
Darstellung: Caitlin Johnstone

 

Die Schweriner Ortsgruppe der Sammlungsbewegung Aufstehen ruft zu einer Protestaktion auf, um ihre Unterstützung für Julian Assange und ihre Bedenken hinsichtlich seiner möglichen Auslieferung an die USA zum Ausdruck zu bringen. Die Veranstaltung in Form einer Mahnwache ist für den kommenden Mittwoch, den 26. Juli 2023, um 18:00 Uhr am Marienplatz/Ecke Helenenstraße in Schwerin geplant.

Großbritannien möchte Wikileaks-Gründer ausliefern

Die Hintergründe der Protestaktion liegen in der Entscheidung der britischen Innenministerin vom 17. Mai 2022, die Auslieferung von Julian Assange an die Vereinigten Staaten zu ermöglichen. Derzeit befindet sich das Berufungsverfahren seiner Anwälte vor dem höchsten britischen Gericht in der Endphase, und es wird mit einer baldigen Entscheidung gerechnet.

Der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, hatte bereits vor mehr als drei Jahren nach einem Besuch in der Haftanstalt darauf hingewiesen, dass Julian Assange durch Isolation und unzumutbare Haftbedingungen einer psychischen Folter ausgesetzt sei. Melzer äußerte zudem Bedenken über politisch motivierte Urteile und Strafverfahren gegen Assange und die Gefahr eines unfaireren Gerichtsverfahrens in den USA aufgrund von Kampagnen auf höchster Ebene.

Außenministerin Baerbock schweigt beharrlich

Die Demonstranten möchten auch darauf aufmerksam machen, dass die Veröffentlichung von enthüllten Dokumenten auf Wikileaks Teil des investigativen Journalismus ist und daher nicht bestraft werden sollte. Eine mögliche Anklage gegen Julian Assange könnte auch Auswirkungen auf andere Journalisten haben und die Pressefreiheit gefährden.

Die Sammlungsbewegung Aufstehen versammelt sich bereits seit vier Jahren regelmäßig zu Mahnwachen für die Freiheit von Julian Assange. In der Vergangenheit hat die Bewegung vier offene Briefe an Außenministerin, Annalena Bearbock (Grüne)  geschrieben, in denen sie eine klarere Positionierung und Unterstützung für Assange forderten. Baerbock selber hatte im Wahlkampf 2021 ihre Unterstützung für Julian Assange erklärt. Bisher wurde keiner der Briefe beantwortet. Die Initiatoren bewerten dieses Verhalten als „Missachtung der Wähler“.

Die morgige Mahnwache soll die anhaltende Sorge und Unterstützung vieler Bürger für Julian Assange zum Ausdruck bringen und ihre Forderung nach einem fairen Prozess unterstreichen. Die Organisatoren hoffen, dass die Veranstaltung auf breite Resonanz stößt. Weitere Informationen zur Aktion und Hintergrunddetails sind auf der Website von Aufstehen unter https://schwerin-aktiv.org/aufstehen/freiheit-fuer-julian-assange/ zu finden.

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Redaktion

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