Mitwirkung ohne Parteibindung und ideologischen Überbau

Nur noch wenige Tage: Dann heißt es am kommenden Sonntag auch für die Schwerinerinnen und Schweriner, ihre neue Stadtvertretung zu wählen. Insgesamt 45 Sitze hat das Stadtparlament zu vergeben. Quer durch die Parteien und Wählergruppen sind es auch junge Menschen, die am 26. Mai zukünftig die Geschicke der Landeshauptstadt mitbestimmen möchten.

 

Mitwirkung ohne Parteibindung und ideologischen Überbau hat Vincent Eickelberg von den UB überzeugt

Vincent Eickelberg ist mit 31 Jahren der jüngste Kandidat, der für die Unabhängigen Bürger (UB) in die Schweriner Stadtvertretung einziehen möchte. Als Segler und Fahrradfahrer möchte er sich dafür einsetzen, dass Schwerin nachhaltig und auch für folgende Generationen attraktiv bleibt. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, was er konkret machen möchte. 

Schwerin-Lokal: Mit 31 Jahren sind Sie der jüngste UB-Kandidat zur Stadtvertretung. Warum haben Sie sich entschlossen zu kandidieren?

Vincent Eickelberg: Ob im Unternehmen, dem Sportverein oder der Kommunalpolitik: Eine bunte Durchmischung an Kompetenzen ist wichtig. Nach Wirkung im Ortbeirat und Ausschussarbeit ist es an der Zeit, mehr Verantwortung zu übernehmen und die Stadtvertretung um eine Stimme für meine Generation zu erweitern.

Schwerin-Lokal: Was ist Ihnen an Schwerin wichtig?

Vincent Eickelberg: Hier aufgewachsen bedeutet Schwerin für mich vor allem Heimat. Berufsbedingt war ich wenige Jahre auswärts. Manchmal merkt man erst, was einem fehlt, wenn man es nicht mehr hat. Ich möchte dafür Sorge tragen, dass Schwerin auch für Junge Menschen attraktiv und lebenswert bleibt.

 

Einfluss auf städtische Infrastruktur nutzen

 

Schwerin-Lokal: Welche Themen meinen Sie für die Kommunalpolitik konkret?

Vincent Eickelberg: Beispielsweise hat die Kommunalpolitik Einfluss auf die stätische Infrastruktur, um Schwerin auch für junge Menschen attraktiv und perspektivisch zu gestalten. Kostenloser Schülernahverkehr, Verbesserung der Schul- und Hortsituation, Ansiedlung einer Hochschule – um nur einige Themen der Unabhängigen Bürger zu nennen.

Schwerin-Lokal: Wie kommt es, dass sie auf der Liste der UB gelandet sind? Hat Sie das Parteiprogramm überzeugt oder die Leute vor Ort?

Vincent Eickelberg: Fest mit Schwerin verwurzelt möchte ich aktiv mitgestalten, möglichst aber ohne Parteibindung und parteipolitische Zwänge. Die Unabhängigen Bürger sind keine Partei, sondern eine Wählergemeinschaft. Ich freue mich, für die Unabhängigen Bürger kandidieren zu dürfen.

Schwerin-Lokal: Wenn Sie in die Stadtvertretung gewählt werden sollten, was werden Ihre Hauptthemen sein?

Vincent Eickelberg: Stellvertretend für meine Generation möchte ich mich insbesondere für Interessen junger Menschen und Familien einsetzen. Das fängt beim Spielplatz an, geht über Fahrrad- und Nahverkehrsinfrastruktur und Wassertankstelle, bis hin zur Unterstützung zur Ansiedlung von Unternehmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

Schwerin-Lokal: Wie wollen Sie diese angehen?

Vincent Eickelberg: Mit vielen Themen komme ich direkt in Berührung. Daher kann ich Problematiken häufig aus der Praxis bewerten. Ich bin dicht am Geschehen und weiß, wo es hakt.

 

Ausgleich der Interessen herbeizuführen ist eine Herausforderung

 

Schwerin-Lokal: Wie viel Zeit würden Sie für die Arbeit in der Stadtvertretung aufbringen können?

Vincent Eickelberg: Selbstredend macht sich die Arbeit nicht von allein. Wenn ich mit meinem Einsatz allerdings Schwerin nur ein klein wenig verbessern kann, ist es mir diese Zeit allemal wert!

Schwerin-Lokal: Als Ortsbeiratsmitglied des Ortsbeirats Gartenstadt, Ostorf sind sie ja seit gut zwei Jahren das Ohr an den Sorgen der Menschen. Was möchten Sie genau in diesem Bereich Ihres Ortbeirates machen?

Vincent Eickelberg: Man ist Ansprechbar, kennt die Anwohner und die örtlichen Gegebenheiten. Beispielsweise ist die Verkehrssituation immer wieder ein großes Thema. Ob die Parkplatzsituation auf der Halbinsel Krösnitz, die Lärmemission in der Gartenstadt oder die Linienführung der Busse. Hier einen Ausgleich der Interessen herbeizuführen ist eine Herausforderung, welche es zu lösen gilt.

Schwerin-Lokal: Was sind Ihre positivsten Erfahrungen im laufenden Wahlkampf gewesen?

Vincent Eickelberg: Ich habe den Eindruck, dass das politische Interesse generell gestiegen ist. An den Wahlständen erhielt wir Unabhängigen Bürger viel Zuspruch. Angekommen ist vor allem, dass wir keine Partei sind und ohne ideologischen Überbau in die Entscheidungsfindung gehen können.

Schwerin-Lokal:  Sollte es am 26. Mai mit der Wahl in die Stadtvertretung nicht klappen, engagieren Sie sich dann weiter bei den UB?

Vincent Eickelberg:  Selbstverständlich! Die Stellung der Stadtvertretung ist ja nur ein Teil der politischen Arbeit. Es ist Ausschuss- und Gremienarbeit zu leisten. Regelmäßig kommen wir zusammen, um aktuelle Themen zu beurteilen. Ein verantwortungsvolles Ehrenamt, was Freude macht!

Stefan Rochow

Journalist, Unternehmer und Gründer der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Sie erreichen mich per E-Mail unter redaktion@schwerinlokal.de

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