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MSV Pampow trennt sich von Cheftrainer Hagedorn

Der MSV Pampow hat sich von seinem Cheftrainer Ricardo Hagedorn getrennt, nur eine Woche nach dem Rücktritt des langjährigen Vereinspräsidenten Jens Heysel.

  • Veröffentlicht März 20, 2024
Ricardo Hagedorn, Ex-Trainer MSV Pampow
Der MSV Pampow hat sich von Cheftrainer Ricardo Hagedorn getrennt. Foto: MSV

 

Der Umbruch beim MSV Pampow setzt sich fort, nachdem der langjährige Vereinspräsident Jens Heysel letzte Woche aus „persönlichen Gründen“ zurückgetreten war. Nun hat sich der Fußball-Verbandsligist auch von seinem Cheftrainer Ricardo Hagedorn getrennt. Die Entscheidung zur Beendigung der Zusammenarbeit sei laut einer Vereinsmitteilung vom Dienstagabend „einvernehmlich“ erfolgt.

Die Entscheidung fiel bereits einen Tag zuvor, wobei die ausbleibenden Ergebnisse der letzten Spiele eine entscheidende Rolle spielten. In den fünf Ligaspielen nach der Winterpause holte der MSV nur einen Punkt. Zudem schieden sie Mitte Februar mit 9:10 nach Elfmeterschießen gegen den Ligakonkurrenten FSV Kühlungsborn im Landespokal-Viertelfinale aus.

„Die sportliche Entwicklung des Vereins ist sehr wichtig und da diese in letzter Zeit stockte, wollte Ricardo Hagedorn einem Neuanfang nicht im Wege stehen“, heißt es in der Mitteilung des Vereins. Nach Platz sieben zur Winterpause war der Oberliga-Absteiger in den zurückliegenden Wochen bis auf Tabellenrang elf zurückgefallen. Der Blick geht auch eher nach unten. Der Vorsprung auf den Doberaner FC (15. Platz/9 Punkte), der den aktuell ersten Abstiegsplatz belegt, beträgt neun Zähler. Eine Top-5-Platzierung, die der MSV (18 Punkte) ursprünglich angepeilt hatte, liegt elf Punkte entfernt.

Ricardo Hagedorn übernahm die Pampower im März 2023 nach dem Ausscheiden von Tommy Bastian. Den Absturz auf der NOFV-Oberliga Nord konnte der 40-Jährige nicht verhindern. Dafür leitete er in der Doppelfunktion als Coach und Sportlicher Leiter, die ihn letztendlich sehr viel abverlangte, einen Umbruch im vergangenen Sommer ein. Der MSV konnte im bisherigen Saisonverlauf nur selten Konstanz in seine Leistungen bringen.

„Die jetzige Verbandsliga-Saison ist äußerst ernüchternd, im Pokal haben wir eine große Chance verpasst, im Wettbewerb zu bleiben“, sagt Ex-Vereinschef Jens Heysel gegenüber der „Schweriner Volkszeitung“ (SVZ). Der 55-Jährige hatte Hagedorn infrage gestellt, was im Klub auf Gegenwind stieß und zu einem „Kontrollverlust“ führte.

Das Auswärtsspiel am kommenden Samstag gegen den TSV 1860 Stralsund wird ohne Hagedorn stattfinden. Heysels Aufgaben hat vorerst sein erster Stellvertreter Martin Taschner übernommen. Der ehemalige Vereinsboss wird derweil weiterhin Teil des erweiterten Vorstands bleiben.

 

 

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Redaktion

der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal. Kontakt: redaktion@schwerin-lokal.de

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