Nordkirche widmet sich konkret dem Klimawandel

„Der Klimawandel und unser Umgang damit ist eine der zentralen globalen Herausforderungen, die unser Denken, Entscheiden und Handeln erfordern – jetzt“, so die Landesbischöfin der Nordkirche. Eine Veranstaltungsreihe baut auf diesen Gedanken auf. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Klimaschutz spielt auch in der Kirche längst eine große Rolle. | Foto: Gerd Altmann

Der Klimawandel beschäftigt nicht erst seit der letzten Bundestagswahl die Menschen. Von Wissenschaftlern bis hin zur jungen Generation – Die Forderung nach Veränderung hin zu einem klimabewussten Leben ist laut vernehmbar. Hohe Erwartungen setzen viele dabei auch in die neue Ampelregierung im Bund. Ob sie hält, was man sich von ihr verspricht, dürfte erst die Zeit zeigen. Gesamtgesellschaftlich ist aber unumstößlich klar: Um das Thema Klimawandel kommt niemand mehr herum. So hat sich längst auch die Evangelische Kirche diesem Thema zugewandt.

„Der Klimawandel und unser Umgang damit ist eine der zentralen globalen Herausforderungen, die unser Denken, Entscheiden und Handeln erfordern – jetzt“, so Landesbischöfin der Nordkirche Kristina Kühnbaum-Schmidt. Ende Dezember 2021 gab
Wirtschaftsminister Robert Habeck seine Einschätzung bekannt, nach der Deutschland vermutlich im Jahr 2022 und wohl auch im Jahr 2023 seine selbst gesteckten Klimaziele nicht erreichen wird. Einen Tag darauf teilte der Deutsche Wetterdienst mit, dass das Jahr 2021 als elftes Jahr in Folge zu warm gewesen ist. Der Klimawandel wird aus Sicht der Nordkirche immer greif- und erlebbarer. Daher beschäftigt sich die Landessynode im Februar auch schwerpunktmäßig mit neuen Klimaschutzzielen für die Nordkirche sowie entsprechenden Regelungen und Vereinbarungen.

 

Klimaethik und Klimaneutralität im Focus

Die sich verschärfende Situation ist dabei Anlass genug für die Landesbischöfin: „In diesem Jahr lade ich deshalb zu meiner digitalen Veranstaltungsreihe ‚Tiefenschärfe‘ unter dem Schwerpunkt ‚Klimaethik und Klimaneutralität‘ ein. Dabei sollen ethische und
theologische Aspekte, sowie Fragen der politischen Ökologie und Klima-Governance im Mittelpunkt stehen. Ich freue mich sehr, dass renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Kiel, Heidelberg und Halle dazu mit uns an drei Abenden arbeiten werden.“

Beginnen wird am 31.01. Prof. Dr. Konrad Ott, Umweltethiker an der CA-Universität Kiel zum Thema „Klimaethik, Klimaziele und Maßnahmen an ausgewählten Beispielen“. Ihm folgt am 02.02. Dr. Sarah Köhler (Ökumenische Arbeitsstelle Anthropozän im Rahmen des Ökumenischen Prozesses „Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten“ Werkstatt Ökonomie e.V.) aus Heidelberg. Sie stellt dabei das „concept paradising“ vor: „Theologie in der ökologischen Krise neu denken“. Am 03.02. beschließt Prof. Dr. Petra Dobner, Systemanalytikerin und vergleichende Politikwissenschaftlerin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die Veranstaltungsreihe. Sie referiert zum Thema „Gemeinsame Ziele – unterschiedliche Verantwortung: Zur möglichen Rolle der Kirche in der Bekämpfung globaler Umweltherausforderungen am Beispiel der Wasserpolitik“.

Alle Veranstaltungen finden jeweils von 18.00 bis 19.30 Uhr statt. Nach einem Vortrag der Referentinnen bzw. des Referenten besteht an jedem der Abende auch die Möglichkeit für Fragen, Austausch und Diskussion. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf jeweils 50 begrenzt. Die kostenfreie Teilnahme zu den Veranstaltungen ist ab sofort über die jeweiligen Links buchbar:

31.01.2022 | Prof. Dr. Konrad Ott: https://kommunikationswerk.krz.tools/publicgroup/17
02.02.2022 | Dr. Sarah Köhler: https://kommunikationswerk.krz.tools/publicgroup/23
03.02.2022 | Prof. Dr. Petra Dobner: https://kommunikationswerk.krz.tools/publicgroup/26

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