OB Badenschier (SPD) empfiehlt Jet-Ski-Strecke auf Eis zu legen

Die Unabhängigen Bürger(UB) hatten in einem Antrag den Oberbürgermeister gebeten zu prüfen, inwieweit eine Strecke auf dem Schweriner See als Jet-Ski- und Powerboot-Strecke ausgewiesen werden kann.

Symbolbild

Mit dem Antrag soll nach Ansicht der UB, dem Umstand Rechnung getragen werden, dass es unter Wassersportlern auch den Bedarf an legalen Möglichkeiten des Befahrens mit Jet-Skis gibt. Verbote allein bewirken, nach UB-Ansicht, nichts; vielmehr soll im Zusammenwirken mit allen Beteiligten versucht werden, das legale Befahren bestimmter Abschnitte der Schweriner Binnengewässer mit Jet-Skis zu ermöglichen.

Im Mai hatte der BUND eine Petition gegen eine Jet-Ski-Strecke auf dem Schweriner See bei der Stadtvertretung eingereicht. Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) hat nun empfohlen, die Ausweisung einer Jet-Ski-Strecke auf dem Schweriner See nicht weiter zu verfolgen. 

Unterstützung für den OB kommt auch aus der SPD-Fraktion. Steffen Davids, SPD-Mitglied im Umweltausschuss begrüßt die Empfehlung des OB. „Gemeinsam mit den Bündnisgrünen hat unsere Fraktion bereits vor einem Jahr die Ausweisung abgelehnt, weil die Folgen eine immense Lärmbelästigung für Anlieger und Wassersportler bedeutet und die Lebensräume von Brut- und Rastvögeln, Fischen und Fischottern massiv gefährden.“, so Davids.

Bereits 2016 hat die zuständige Bundesbehörde die Freigabe einer Wasserski-Strecke auf dem Schweriner Außensee für Jet-Skis abgelehnt. Von dort kommt auch der Hinweis, dass Stadtverwaltung und Stadtvertretung für diese Regelungen sachlich nicht zuständig sind. „Wir wollen, dass Schwerin eine Stadt der guten Nachbarschaft bleibt. Deshalb wäre der weitere Einsatz der Stadt für eine Jet-Ski-Strecke gegen den breiten Protest unserer betroffenen Nachbargemeinden ein falsches Signal.“, glaubt der SPD-Kommunalpolitiker.

Die einreichende Fraktion kann mit der Entscheidungsempfehlung leben. UB-Fraktionschef Silvio Horn macht gegenüber unserer Redaktion deutlich, dass es sich beim Ansinnen der UB ja von Anfang an um eine Prüfung der Möglichkeiten gehandelt hat. „Mit der Empfehlung des Oberbürgermeisters kann meine Fraktion deshalb ganz gut leben.“, so Horn. 

Stefan Rochow

Journalist, Unternehmer und Gründer der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Sie erreichen mich per E-Mail unter redaktion@schwerinlokal.de

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