Paneuropäische Partei VOLT nun mit MV-Landesverband

VOLT - Das ist nicht nur die Einheit der elektrischen Spannung. Volt ist auch eine pan-europäische Partei, die ein Europa als föderales System als Ziel sieht. In Mecklenburg-Vorpommern gründete der deutsche Ableger nun einen eigenen Landesverband und man wählte auch bereits einen Landesvorstand. Das nächste Ziel: Die Bundestagswahl.

Sie gründeten VOLT: Der Italiener Andrea Venzon, die Französin Colombe Cahen-Salvador und der Deutsche Damian Boeselager | Foto: VOLT Deutschland

Wer „Volt“ hört, denkt wohl unweigerlich an den Physikunterricht oder zumindest irgendwie an elektrischen Strom. Aber als Partei dürfte der Begriff bisher nur wenigen untergekommen sein. „Am 29. März 2017 – und damit exakt an dem Tag als die britische Regierung Artikel 50 des EU-Vertrages aktiviert und somit offiziell ihr Austrittsgesuch an die EU übermittelt hatte – gründeten die drei Kommilitonen Andrea Venzon, Colombe Cahen-Salvador sowie Damian Boeselager die damals noch als ‚Vox Europa‘ bezeichnete pro- sowie pan-europäische Bürgerbewegung Volt Europa“, so die Bundeszentrale für politische Bildung. Die Ziele: Eine deutliche Intensivierung des europäischen Integrationsgedankens und -prozesses. Und eine Reform des derzeitigen Institutionensystems mit dem Ziel, ein demokratischeres, transparenteres, und stärkeres, föderales Europa zu ermöglichen. 

 

Partei „Volt“ nun mit Landesverband und -vorstand in MV

In Deutschland ist Volt inzwischen als Partei eingetragen und gilt als eine Art „Ableger“ der pan-europäischen Bewegung „Volt Europa“. Dabei vertritt die Partei die dargestellten Ziele der Gesamtbewegung auch in Deutschland – Europa soll zu einer föderalen Union entwickelt werden. Seit dem 11. April 2021 gibt es nun auch einen Volt-Landesverband in Mecklenburg-Vorpommern nebst eines fünfköpfigen Landesvorstands. In diesem stellen Martin Finck (23) aus Schwerin und Lisa Rieker (23) aus Rostock als Doppelspitze den Vorsitz für eine Amtszeit von zwei Jahren. Merle Pelikan (29) sowie Stephan Schneck (24) übernahmen die Funktion der stellvertretenden Vorsitzenden. Peter Steffes (64) wird als Schatzmeister die Finanzen des Landesverbandes im Blick behalten. 

Aufgrund der aktuellen Pandemielage wählten die stimmberechtigten Parteimitglieder ihren neuen Landesvorstand zunächst in einer Onlineabstimmung. Die Ergebnisse gilt es nun bis zum 26. April per Briefwahl formal zu bestätigen. Dies war übrigens nicht die erste Online-Wahl von Volt. Ihre digitale Kompetenz demonstriert die Partei schon seit Längerem. So konnten die Mitglieder bereits im Jahr 2019 am europäischen Parteitag von Volt Europa online teilnehmen. 

 

Erstes großes Ziel: Bundestagswahl 2021

Gerade gewählt, gilt es nun auch für den neuen Landesvorstand, klar Farbe zu bekennen. „Lasst uns Mecklenburg-Vorpommern lila färben!“ verkündet Stephan Schneck in Anspielung auf die Parteifarbe und mit Blick auf das erstmalige Antreten von Volt bei der kommenden Bundestagswahl. Die Ziele und vor allem der Weg sind dabei bereits abgesteckt. „Wir müssen nicht die Lautesten und Schrillsten sein. Aber wir müssen uns dennoch Gehör verschaffen.“ Schneck forderte die Mitglieder von Volt auf, sich einzumischen „in die Debatten um Klimaschutz, Digitalisierung, Bildung und Landwirtschaft“. Ziel von Volt sei es auch, engagierte Bürger*innen in Vorhaben zu unterstützen, die mit den politischen Zielen und Werten von Volt übereinstimmen. Denn Volt sieht sich nicht nur als Partei sondern auch als europapolitische Bewegung.

 

Blick geht aber auch in die Zukunft

Aber Volt denkt auch bereits weiter. „Wir gehen dieses Jahr natürlich mit voller Energie in den Wahlkampf für die Bundestagswahl und 2025 in die Kommunalwahl aber das werden nicht unsere einzigen Ziele sein. Sicherlich werden dies auch die Landtagswahlen 2026. Denn Volt steht für eine pragmatische und progressive Politik, die faktenbasiertes und bürgergestütztes Handeln verlangt. Und wir werden auch jetzt schon überall in M-V pragmatische und progressive Projekte unterstützen – auch wenn wir noch nicht in den Kommunen und im Landtag
vertreten sind“.

 

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