Richtfest bei der Ypsomed AG im Industriepark Schwerin

Mit Bauarbeitern und Gästen wurde gestern Richtfest für das neue Produktionswerk des Schweizer Medizintechnikunternehmens Ypsomed AG im Industriepark Schwerin gefeiert. Am Standort sollen künftig Bauteile für Pens, Autoinjektoren und Pumpensysteme für Diabetiker hergestellt und montiert werden.

ony Ackermann (Projektleiter Ypsomed), Simon Michel (CEO Ypsomed), Karsten Kreibig (IE-Group) und Christian Schmutzler (Bauleiter IE-Group) (v. l.) Foto: Landeshauptstadt Schwerin/Kathrin Hoffmann

Im Industriepark Schwerin entsteht derzeit ein Produktions- und Verwaltungsgebäude mit einer Brutto-Grundfläche von rund 19.000 Quadratmetern. Gebäudebestandteile werden eine eingeschossige Produktionsfläche inklusive eines Reinraumes sein, Lagerflächen, Werkzeuglager, ein zweigeschossiger Verwaltungsbereich mit Büros, Sitzungsräumen und Auditorium, Kantine, Technik- und Sanitärräumen. Weitere Investitionen betreffen die Außenanlagen mit Parkplätzen und Laderampen. Nach Unternehmensangaben soll die Produktion im Sommer 2019 beginnen.

Schwerins Wirtschaftsdezernent Bernd Nottebaum zeigte sich erfreut, dass sich ein Unternehmen wie Ypsomed für Schwerin entschieden hat.  „Wir sind sehr stolz, dass sich Ypsomed für den Industriepark Schwerin, als weiteren Standort für das Unternehmen entschieden hat.“, so Nottebaum. 

 

„Die Ypsomed AG ist ein innovatives, weltweit agierendes Unternehmen“

 

Auch die Landesregierung war gestern mit dem Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort. „Die Ypsomed AG ist ein innovatives, weltweit agierendes Unternehmen, das sich jetzt bei uns ansiedelt und dadurch 119 neue Arbeitsplätze schafft. So werden künftig mehr High-Tech-Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern in der ganzen Welt vertreten sein und für unser Land als attraktiver Wirtschaftsstandort werben. Unser Ziel ist es, dass sich weitere Unternehmen für eine Investition bei uns interessieren und so die Wirtschaftskraft im Land stärken“, betonte Rudolph.

Bis zum Richtfest wurden 2.500 Pläne erstellt, die gut zwei Fußballfelder füllen würden und 100.000 Kubikmeter Boden bewegt. Zehntausende Tonnen Beton wurden bisher verarbeitet und 1.000 Fertigteile für die neue Produktionshalle montiert. „Ypsomed steht für Präzision, Qualität und Sorgfalt“,  erklärte Simon Michel, CEO von Ypsomed. Der weltweit tätige Schweizer Medizintechnikhersteller erweitert mit der Produktion in Schwerin seine Kapazitäten. 

Im Juni 2019 soll die Produktion mit 30 Mitarbeitern starten und schrittweise in den Jahren auf 150 neue Arbeitsplätze gesteigert werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen der Ypsomed AG in Schwerin beträgt 81,1 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Errichtungsvorhaben mit einem Investitionszuschuss in Höhe von 9,75 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Henning Kobs

Journalist. Wohnt in Braunschweig. Schreibt seit der Gründung im Jahr 2013 als freier Mitarbeiter gelegentlich für unsere digitale Tageszeitung. Er arbeitet vor allem im Back-Office der Redaktion.

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