Erinnerung: Filmpremiere „Wem gehört mein Dorf?“ am Mittwoch im Capitol

Am morgigen 4. August - eine Woche vor dem bundesweiten Kinostart - feiert ein besonderer Dokumentarfilm über das Wesen der Demokratie seine Schwerin-Premiere: "Wem gehört mein Dorf?". An die Aufführung im Filmpalast Capitol schließt sich dann noch ein Filmgespräch mit Regisseur Christoph Eder und Protagonistin Nadine Förster von der Bürgerinitiative „Lebenswertes Göhren“, dem Ort des Geschehens im Film, an.

Die Premiere findet im Filmpalast Capitol statt. | Foto: schwerin-lokal / Stephan Haring

„Weltpolitik im Mikrokosmos Dorf“ (MDR Artour) zeigt der Dokumentarfilm „Wem gehört mein Dorf?“, der am 12. August bundesweit in den Kinos startet. Das Ostseebad Göhren ist nicht nur die Heimat von Regisseur Christoph Eder, sondern gleichzeitig Protagonist. Am morgigen Mittwoch (4. August) hat der Streifen seine Schwerin-Premiere – um 19:30 Uhr im Filmpalast Capitol.

 

Ein persönlicher Film über das Wesen der Demokratie

Auf kräftigen Gegenwind stößt die auf Wachstum und Investition ausgerichtete Lokalpolitik in dem beliebten Ostseebad Göhren auf Rügen, der Heimat des Filmemachers Christoph Eder. Als die letzte unberührte Küste bebaut werden soll und das einzigartige, malerische Naturschutzgebiet in Gefahr ist, regt sich deutlich der Unmut unter einigen Bürgerinnen und Bürgern. Seit Jahren dominiert eine Gruppe von Männern, die „Vier von der Stange“, den Gemeinderat. Sie unterstützen sämtliche Projekte eines millionenstarken Bauinvestors aus Nordrhein-Westfalen, der dort nach der Wende so viele Hotels und Ferienhäuser baute wie kein anderer. Nadine und ihr Vater Bernd, engagierte Göhrener, erkennen schnell, dass sie nur gemeinsam mit Gleichgesinnten etwas ändern können. Sie gründen eine Bürgerinitiative und treten bei der Kommunalwahl an. Schaffen sie es, sich gegen das Geld und die Mächtigen zu stellen und ihr Dorf in eine andere Zukunft zu führen?

 

SCHWERIN-PREMIERE
Mittwoch, 4. August 2021 um 19.30 Uhr,
Capitol Filmpalast Schwerin

inkl. anschließendem Filmgespräch u.a. mit Regisseur Christoph Eder &
Protagonistin Nadine Förster von der Bürgerinitiative „Lebenswertes Göhren“
sowie Hiko Miraß (Staatssekretär Finanzministerium MV)
Moderation: Sabine Wurzel, Netzwerk 3. Generation Ost

 

„Wem gehört mein Dorf?“ ist ein persönlicher Film über das Wesen der Demokratie. Zwischen weißer Bäderarchitektur und sanftem Meeresrauschen zeigt Regisseur Christoph Eder am Beispiel seines Heimatorts, dass politische Mitbestimmung nirgendwo so unmittelbar ist, wie in der Lokalpolitik. Im Mikrokosmos des Ostseebads und seiner Bewohner werden Themen verhandelt, die weltumspannend Brisanz haben und offenbar wirtschaftliche Interessen gegen die eines Gemeinwohls stellen. Ausverkauf der Kommunen, Gentrifizierung, Strukturwandel, Turbo-Tourismus, Naturschutz – all dies sind Themen, die der Film behandelt. Von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) hat „Wem gehört mein Dorf?“ das Prädikat „besonders wertvoll“ erhalten, in der Jury-Begründung heißt es: „Spannend wie ein Spielfilm entwickelt sich auch dank großartiger Protagonistinnen und Protagonisten ein demokratischer Kampf um die Mitbestimmung um das Göhrener Schicksal“. Der Film zeigt, dass Veränderung im Kleinen beginnen und dabei große Wellen schlagen kann.

 

Filmgespräch im Anschuss

Im Anschluss an die Premiere in Schwerin ist ein Filmgespräch vorgesehen. An diesem nehmen teil:

  • Regisseur Christoph Eder
  • Protagonistin Nadine Förster von der Bürgerinitiative Göhren
  • Dr. Daniel Trepsdorf, Demokratieförderer
  • Katja Thiede, Gründerin aus MV und Expertin für ländliche Transformation und Experimentierräume
  • Moderation: Sabine Wurzel vom Netzwerk 3. Generation Ost,
  • Grußwort: Heiko Miraß, Staatssekretär Finanzministerium MV, lebt auf Rügen 

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