Schwerin: Flagge für eine Welt ohne Atomwaffen gehisst

Auch in diesem Jahr unterstützt die Landeshauptstadt Schwerin wieder die Aktion "Mayors for Peace - Bürgermeister für den Frieden". Oberbürgermeister Rico Badenschier und der stellvertretende Stadtpräsident Daniel Meslien hissten als entsprechendes Zeichen eine Flagge.

Der stellvertretende Stadtpräsident Daniel Meslien (re) und Oberbürgermeister Rico Badenschier (li) hissten die Flagge „Mayors for peace“ in Schwerin. | Foto: Jacqueline Saß

Städte mit ihrer wichtigen Infrastruktur und einer hohen Bevölkerungszahl gelten nach wie vor als vorrangige Ziele im Falle eines nuklearen Angriffes.  Auch deshalb engagieren sich 8000 Städte weltweit in der Bewegung Initiative „Mayors for Peace – Bürgermeister für den Frieden“. Darunter ist auch Schwerin.

 

Flagge soll Zeichen für Welt ohne Atomwaffen setzen

Am vergangenen Freitag (22. Januar 2021) trat der von den Vereinten Nationen im Jahr 2017 verabschiedete Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft. Atomwaffen sind daher von nun an völkerrechtlich geächtet und verboten. Die Organisation Mayors for Peace, das von Hiroshima geführte, weltweite Städtebündnis, begrüßt das Inkrafttreten des Vertrages. Als weithin sichtbares Zeichen ihrer Unterstützung für dieses besondere Ereignis hissten Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier und der stellvertretende Stadtpräsident Daniel Meslien am Freitag auf dem Bertha-Klingberg-Platz die Flagge der Organisation „Mayors for Peace – Bürgermeister für den Frieden“.

 

Stellvertretender Stadtpräsident und Oberbürgermeister von Schwerin hissten Flagge

 „Als Mitglied der Bewegung Bürgermeister für den Frieden begrüßt Schwerin ausdrücklich das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages. Er ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Welt ohne Atomwaffen. Seit Hiroschima weiß jeder, dass die humanitären Folgen eines Einsatzes von Atomwaffen katastrophal sind. Wir brauchen jetzt eine neue Debatte über nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle“, so Rico Badenschier. Und Daniel Meslien sagt dazu: „Eine friedliche und sichere Zukunft lässt sich nur in einer Welt ohne Atomwaffen gestalten. Bisher waren Atomwaffen im Gegensatz zu Chemiewaffen, Biologischen Waffen, gegen Personen gerichtete Landminen und Streumunition noch nicht auf umfassende und allgemein verbindliche Weise geächtet. Das ändert sich durch das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages.“

Noch immer verfügen die Atommächte über schätzungsweise rund 13.400 Nuklearwaffen. Derzeit investieren die Nuklearwaffenstaaten dabei massiv in die Modernisierung und Einsatzfähigkeit ihrer Atomwaffenarsenale. Vereinbarungen zur nuklearen Abrüstung – wie der INF-Vertrag -– wurden aufgekündigt, ohne dass ein Folgevertrag an seine Stelle getreten ist.

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