Schwerin: Literaturtage mit bekannten Namen

Mit bekannten Namen und anspruchsvollen Themen warten auch in diesem Jahr die Literaturtage in Schwerin auf. Am 14. Oktober starten sie.

Katrin Sobotha-Heidelk liest in Schwerin aus „Interzonenjahre“. | Foto: Jörn Lehmann

Schon vor einigen Tagen konnten wir die gute Nachricht verkünden: Auch in diesem Jahr finden die Literaturtage in Schwerin statt. Und das nicht digital, sondern im Rahmen von Präsenzveranstaltungen. Dies gilt zumindest, solange nicht neue Maßnahmen gegen das Coronavirus diese Planung noch verhindern. Auch hat der Kartenvorverkauf bereits begonnen. Dabei gibt es natürlich wieder viele bekannte Namen und große Themen zu erleben.

 

Große Themen und große Namen

Der Herbst 89 und der Blick auf 30 Jahre wiedervereintes Deutschland ziehen sich wie ein roter Faden durch die Literaturtage. Es geht um Rückschau und Erinnerung. Und es geht um große Sorgen angesichts der inneren Spaltung zwischen Ost und West und dem Wirken von Kräften, die unser Gemeinwesen erschüttern. Zu den Autorinnen und Autoren, die mit kritischem und analytischem Blick auf unsere Gesellschaft schauen, zählen u. a. Daniela Dahn, Christian Gesellmann oder Matthias Meisner. Die 25. Schweriner Literaturtage halten zudem weitere Namen sowie spannende und berührende Themen bereit. „Ein Programm zur anspruchsvollen Unterhaltung, aber auch zum Weiterdenken und Streiten“, wie der Kulturdezernent von Schwerin, Andreas Ruhl, betont.

 

Lutz Seiler eröffnet Literaturtage 2020 am 14. Oktober

Erfolgsschriftsteller Lutz Seiler eröffnet dabei am 14. Oktober in der Stadtbibliothek die diesjährige Lesereihe. Mit seinem preisgekrönten Roman „Stern 111“ führt er die Gäste auf eine Reise um den halben Erdball. Und in ein Berlin des Um- und Aufbruchs – in den Herbst 89. „Ich freue mich sehr, dass es uns mit Lutz Seiler nun schon zum dritten Mal in Folge gelungen ist, einen aktuellen Preisträger bzw. eine Preisträgerin der Leipziger Buchmesse nach Schwerin einzuladen“, sagt Dirk Kretzschmar, Leiter des städtischen Kulturbüros.

Belletristisch wendet sich Ingo Schulze den Widersprüchen unserer Gegenwart zu. Einen Ost-West-Roman über Ankunft, Anpassung und Aufbruch hat die Schweriner Autorin Katrin Sobotha-Heidelk mit „Interzonenjahre“ vorgelegt, während der gebürtige Schweriner Gregor Sander über die frühen und späteren Jahre des wiedervereinten Deutschlands erzählt. „Marzahn, mon amour“ ist der Titel des Buches von Katja Oskamp, die als Fußpflegerin den Menschen zuhört und berührende Geschichten über diese Begegnungen schreibt. Markus Orths lädt ein zu einem aufregenden philosophischen Abenteuer und Anna von Münchhausen begibt sich auf die Spur ihres berühmten Vorfahren.

Das Porträt einer außergewöhnlichen Frau und eine Zeitreise ins Künstlermilieu der Dadaisten und Surrealisten schafft Unda Hörners biografischer Roman über Gala Dalí. Mit einem Abend über das Leben Astrid Lindgrens erinnern die Schauspielerinnen Annett Renneberg und Brigitte Janner an eine große Schriftstellerin.

 

Auch für die Literaturtage gelten die aktuellen Regeln

Die meisten Lesungen – so auch alle in der Stadtbibliothek und im Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus – sind barrierefrei zu erreichen. Damit der Besuch der Lesungen auch in diesem Jahr ein Erlebnis ohne negative Folgen bleibt, werden alle Gäste gebeten, die derzeit geltenden Abstands- und Hygienevorschriften zu beachten. Dazu gehört auch das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung während der Veranstaltungen.

Karten zum Vorverkaufspreis gibt es für die meisten Veranstaltungen in der Tourist-Information Schwerin, Am Markt 14. Über davon abweichende Vorverkaufsregelungen und das gesamte Programm informiert das Programmheft der 25. Schweriner Literaturtage, das in den einschlägigen Informationszentren bereitliegt. Weitere Informationen finden sich ebenfalls unter www.schwerin.de.

Redaktion

der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Tel: (0385) 480 739 77 | E-Mail: redaktion@schwerinlokal.de

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