Schwerin: UB-Fraktion spricht sich für Fahrradstraße an der Gadebuscher aus

Derzeit finden in den Gremien der Stadtvertretung die abschließenden Diskussionen zru Neugestaltung der Gadebuscher Straße statt. Dabei hat sich nun die Fraktion der Unabhängigen Bürgeroffenbar auf eine Position festgelegt. Eine Fahrradstraße soll her.

Die Gadebuscher Straße in Schwerin soll neu gestaltet werden. Demnächst entscheidet die Politik, wie. | Foto: Charly Gutmann

Die Fraktion Unabhängige Bürger Schwerin schlägt für das in den Gremien derzeit abschließend diskutierte Bauvorhaben für einen Geh- und Radweg in der Gadebuscher Straße die Ausführung als Fahrradstraße vor. Diese Lösung würde, so sieht es die Fraktion, alle Interessen unter einen Hut bringen.

„In unserem Wahlprogramm haben wir versprochen, uns für die Priorisierung des Radverkehrs stark zu machen. In der Gadebuscher Straße besteht jetzt die Chance dazu – und die sollten wir nutzen“, so der Fraktionsvorsitzende Silvio Hornin Schwerin. „Die von Oberbürgermeister Dr. Badenschier vorgeschlagene Lösung wäre ein Rückschritt. Denn bei einer Mischverkehrsfläche in Form einer verkehrsberuhigten Spielstraße dürften Radfahrer allenfalls Schrittgeschwindigkeit, also 4-6 km/h, fahren. Das ist praxisfern und unseres Erachtens für eine Stadt, die sich fahrradfreundlich entwickeln will, ein fataler Schritt in die falsche Richtung“. Aus diesem Grund sie die UB-Fraktion der Stadtvertretung Schwerin eine sogenannte Fahrradstraße als geeigneteren Lösungsansatz. Dabei waren Radfahrer die bevorzugten Nutzer. Autoverkehr könnte, allerdings mit Einschränkungen, dennoch stattfinden. So würde dabei eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gelten.

„Wenn man das noch kombiniert mit der straßenverkehrsrechtlichen Regelung einer Einbahnstraße, gewinnen alle. Fahrradfahrer kommen zügig, sicher und komfortabel voran, ohne die vielbefahrene Straße nutzen zu müssen. Und Anlieger können ihre Grundstücke mit den Fahrzeugen erreichen. Ein Gehwegstreifen rundet das Gesamtbild dann ab. Und schließlich dürfte so eine Variante auch förderfähig sein, im Unterschied zur jetzigen Variante, die allein aus städtischen Mitteln zu bezahlen wäre.“

Redaktion

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