Do, 11. Dezember 2025
Close

Sozialministerium betont Wichtigkeit der Eltern-Mitbestimmung in der Kinderbetreuung

  (pm/red) Die SPD Schw­erin dürfte sich durch die jüng­ste Stel­lung­nahme des Staatssekretärs Niko­laus Voss in ihrer Schw­er­punk­t­set­zung bestätigt sehen, die in Rich­tung mehr Mitbes­tim­mungsrechte für Eltern bei der Betreu­ung

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht April 11, 2015

kita havemann str

 

(pm/red) Die SPD Schw­erin dürfte sich durch die jüng­ste Stel­lung­nahme des Staatssekretärs Niko­laus Voss in ihrer Schw­er­punk­t­set­zung bestätigt sehen, die in Rich­tung mehr Mitbes­tim­mungsrechte für Eltern bei der Betreu­ung ihrer Kinder abzielte.

 

Das Min­is­teri­um für Arbeit, Gle­ich­stel­lung und Soziales begrüßt die Ini­tia­tive von Eltern, ihre Rechte bei der Kindertages­förderung stärk­er einzubrin­gen. „Das KiföG spricht eine unmissver­ständliche Sprache: Die Eltern sind in allen wesentlichen Angele­gen­heit­en der Kindertages­be­treu­ung zu beteili­gen“, sagte Staatssekretär Niko­laus Voss am Don­ner­stag. „Dazu zählt selb­stver­ständlich auch die Hand­habung der Verpfle­gung und der Abrech­nung.“

 

Das Min­is­teri­um hat in den ver­gan­genen Wochen und Monat­en wieder­holt darauf hingewiesen, dass die Träger der Kindertagesstät­ten die Eltern bei ihren Entschei­dun­gen mit ein­beziehen müssen. „Es ist auch im eige­nen Inter­esse der Ein­rich­tun­gen, nicht über die Köpfe der Eltern hin­weg zu entschei­den, son­dern part­ner­schaftlich miteinan­der umzuge­hen“, so Voss.

 

Der Staatssekretär ver­wies in diesem Zusam­men­hang auf die Erfahrun­gen der ver­gan­genen Jahre. „Vier von fünf Kindertagesstät­ten in Meck­len­burg-Vor­pom­mern set­zen die Verpfle­gung abso­lut prob­lem­los in Absprache mit den Eltern um. Sie sind ein gutes Beispiel dafür, wie Ein­rich­tun­gen und Eltern im Inter­esse der Kinder zusam­men arbeit­en kön­nen.“

 

Kindern in Meck­len­burg-Vor­pom­mern wird seit Jan­u­ar 2015 während der gesamten Betreu­ungszeit in der Kindertagesstätte voll­w­er­tiges und gesun­des Essen ange­boten. „Wenn die Kinder gemein­sam essen, stärkt das ihre soziale Kom­pe­tenz und Spaß macht es darüber hin­aus auch noch“, so Voss.

 

Oberbürgermeisterin sollte Anliegen der Eltern zur Chefsache machen

 

Die SPD hat­te vor eini­gen Wochen – motiviert durch einen Vorstoß von Sozialmin­is­terin Hesse – eine dies­bezügliche Ini­tia­tive in die Stadtvertre­tung einge­bracht, die auf die Umset­zung und Stärkung von Mitwirkungsrecht­en der Eltern in allen Kitas abzielte. Konkret sollte sich die Ober­bürg­er­meis­terin für eine gelebte Bil­dungs- und Erziehungspart­ner­schaft zwis­chen den Eltern­räten und den einzel­nen Kindertage­sein­rich­tun­gen ein­set­zen.

 

Die übri­gen Frak­tio­nen betra­chteten diese jedoch als zu unkonkret und woll­ten den Sozialdemokrat­en nicht bei der Umset­zung helfen. Diese wollen jedoch an ihrem Ziel ein­er umfassenden Mitbes­tim­mung aller Beteiligten etwa in Bere­ich der Weit­er­en­twick­lung der päd­a­gogis­chen Konzep­tion, der Öff­nungszeit­en oder aber bei der Essensver­sorgung in den Kitas fes­thal­ten.

ANZEIGE