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Stadtvertretung Schwerin:
SPD beantragt vorzeitige Sanierung des Sportplatzes Neumühle

Die Schweriner SPD-Fraktion setzt sich für die vorzeitige Sanierung des Sportplatzes in Neumühle ein und schlägt vor, hierfür Bundesfördermittel zu nutzen.     Die SPD-Stadt­frak­tion hat einen Antrag an die

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  • Veröffentlicht September 25, 2023

Die Schweriner SPD-Fraktion setzt sich für die vorzeitige Sanierung des Sportplatzes in Neumühle ein und schlägt vor, hierfür Bundesfördermittel zu nutzen.

 

Mandy Pfeifer
SPD-Frak­tionsvor­sitzende, Mandy Pfeifer | Foto: SPD Stadt­frak­tion Schw­erin

 

Die SPD-Stadt­frak­tion hat einen Antrag an die kom­mende Sitzung der Stadtvertre­tung Schw­erin gestellt, in dem sie vorschlägt, die Sanierung des Sport­platzes in Neumüh­le vorzuziehen und För­der­mit­tel des Bun­des dafür zu nutzen. Dieser Antrag erfol­gt als Antwort auf einen vorheri­gen Antrag von CDU, UB und Linke, die eine finanzielle Son­derzuweisung des Lan­des in Höhe von 1 Mil­lion Euro für den Bau eines neuen Sport­platzes in Neumüh­le gefordert hat­ten. Die Gelder hier­für soll­ten aus dem 20-Mil­lio­nen-Sol­i­dar­ität­spro­gramm des Lan­des für Kom­munen, die Erstauf­nah­meein­rich­tun­gen und Gemein­schaft­sun­terkün­fte betreiben, genom­men wer­den.

Die SPD-Frak­tion argu­men­tiert, dass die Mit­tel aus dem Sol­i­dar­ität­spro­gramm des Lan­des dort einge­set­zt wer­den soll­ten, wo die sozialen Her­aus­forderun­gen auf­grund von Migra­tion am größten sind. Mandy Pfeifer, die Frak­tionsvor­sitzende, betonte: „Das Land stellt Mit­tel für Investi­tio­nen in Kom­munen zur Ver­fü­gung, die sich beson­ders bei der Auf­nahme von Flüchtlin­gen engagieren. Wir möcht­en sich­er­stellen, dass diese Mit­tel in unser­er Stadt dort ver­wen­det wer­den, wo die Her­aus­forderun­gen durch die Migra­tion am drän­gend­sten sind.”

Die Forderung ander­er Frak­tio­nen, die Mit­tel in einem einzi­gen Stadt­teil für einen neuen Sport­platz zu konzen­tri­eren, wurde von der SPD-Frak­tion kri­tisiert. Pfeifer merk­te an, dass dieser Stadt­teil einen ver­gle­ich­sweise gerin­gen Anteil an Migran­tinnen und Migranten habe, und betonte, dass dies nicht mit ein­er sozial gerecht­en Verteilung der Mit­tel vere­in­bar sei.

Stattdessen schlägt die SPD-Frak­tion vor, die ohne­hin geplante Sanierung des Sport­platzes in Neumüh­le vorzuziehen und diesen in ein Kun­strasen-Großfeld umzuwan­deln. Mandy Pfeifer erk­lärte: „Ein Kun­strasen­platz ist deut­lich belast­bar­er als der vorhan­dene Natur­rasen­platz. Eine höhere Bele­gung durch den Neumüh­ler SV wäre so kein Prob­lem mehr, die Train­ingska­paz­itäten des Sportvere­ins wären auch ohne den Bau eines neuen Fußballfeldes gesichert. Zudem kön­nten für die Sanierung För­der­mit­tel des Bun­des einge­wor­ben wer­den, was unseren kom­mu­nalen Haushalt zusät­zlich ent­las­ten würde.”

Die Entschei­dung über die Mit­telverteilung und die Sanierung des Sport­platzes in Neumüh­le wird in der kom­menden Sitzung der Stadtvertre­tung Schw­erin disku­tiert wer­den. Die ver­schiede­nen Frak­tio­nen set­zen unter­schiedliche Pri­or­itäten, und die Debat­te ver­spricht, span­nend zu wer­den.