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Ständig müde durch Mangelerscheinungen

Tagein, tagaus fühlt man sich müde und k. o., ohne die Gründe dafür zu ken­nen. Manche lei­den außer­dem noch unter Haa­raus­fall oder haben mit anderen Beschw­er­den zu kämpfen. Oft wer­den

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  • Veröffentlicht April 14, 2016

Tagein, tagaus fühlt man sich müde und k. o., ohne die Gründe dafür zu ken­nen. Manche lei­den außer­dem noch unter Haa­raus­fall oder haben mit anderen Beschw­er­den zu kämpfen. Oft wer­den solche Symp­tome nicht ernst genom­men und auf eine stres­sige Zeit geschoben, dabei kann dahin­ter ein Min­er­al­stoff­man­gel steck­en. Denn diese Stoffe benötigt unser Organ­is­mus täglich. Bekommt der Kör­p­er sie nicht, reagiert er mit Müdigkeit und anderen Beschw­er­den.

Was sind Mineralstoffe?

In der Ernährungslehre wer­den Min­er­al­stoffe unter anderem auch als Min­er­al­salze oder Vital­stoffe beze­ich­net. Unser Organ­is­mus kann die lebenswichti­gen Min­er­al­stoffe, also zum Beispiel Vit­a­mine oder Bal­last­stoffe, nicht selb­st her­stellen, weshalb sie durch eine gesunde und aus­ge­wo­gene Ernährung aufgenom­men wer­den müssen. Die anor­gan­is­chen Min­er­al­stoffe wer­den in Spuren- und Men­genele­mente unterteilt. Erstere müssen nur in gerin­gen Men­gen aufgenom­men wer­den. Dazu gehören unter anderem Eisen, Zink, Flu­or oder Jod. Mag­ne­sium, Natri­um, Cal­ci­um und Kali­um hinge­gen benötigt der Organ­is­mus in größeren Konzen­tra­tio­nen. Aus diesem Grund wer­den sie Men­genele­mente genan­nt. Bei einem Man­gel an Min­er­al­salzen kann es unter anderem zu Konzentrations‑, Schlaf‑, Ver­dau­ungs- oder Gerin­nungsstörun­gen kom­men, außer­dem lei­den Betrof­fene auch oft unter Müdigkeit und Blu­tar­mut.

Ursachen

Meist tritt ein Man­gel an Min­er­al­stof­fen durch ein­seit­ige und unge­sunde Ernährung, ins­beson­dere durch häu­fi­gen Verzehr von Fer­tig­gericht­en und Fast Food auf, da diese nicht über aus­re­ichend Vital­stoffe ver­fü­gen. Kinder, Jugendliche, Frauen und beson­ders Schwan­gere lei­den öfter als andere unter einem Man­gel an Min­er­al­stof­fen. Schwan­gere Frauen müssen mehr Vital­stoffe zu sich nehmen, da das Kind eben­falls welche benötigt, um zu wach­sen. Wenn eine wer­dende Mut­ter nicht genü­gend Min­er­al­stoffe zu sich nimmt, greift der Kör­p­er zunächst auf ihre Reser­ven zurück, um das Kind zu ver­sor­gen. Dieser Man­gel äußert sich bei der Schwan­geren dann in Form von schlecht­en Zäh­nen oder Gelenkschmerzen. Mit ein­er nährstof­fre­ichen Ernährung lässt sich das aber ganz ein­fach umge­hen. Auch Frauen, die kein Kind erwarten, lei­den oft unter einem Defiz­it an Vital­stof­fen, vor allem an Eisen­man­gel. Das hängt mit der monatlichen Regel­blu­tung zusam­men. Denn um den Ver­lust der Regel­blu­tung auszu­gle­ichen, benöti­gen Frauen rund ein Drit­tel mehr Eisen als Män­ner. Weit­ere Ursachen kön­nen auch Krankheit­en wie Nieren­erkrankun­gen, Durch­fall, Erbrechen, Mager­sucht oder Alko­holis­mus sein.

Mineralstoffmangel ausgleichen

Um einen Vital­stoff­man­gel auszu­gle­ichen, sollte man die fehlen­den Ele­mente in Form von Min­er­al­stoff­prä­parat­en zu sich nehmen. Wenn jemand an mehreren Min­er­al­stoffmän­geln wie beispiel­sweise Natrium‑, Mag­ne­sium- und Cal­ci­um­man­gel lei­det, ist es empfehlenswert, auf Schüßler-Salze zurück­zu­greifen. Denn diese sind eine natür­liche Alter­na­tive zu anderen Prä­parat­en und deck­en den Bedarf an gle­ich mehreren Vital­stof­fen ab – der Min­er­al­stoff­spe­ich­er wird wieder aufge­füllt. Soll­ten die Beschw­er­den weit­er­hin anhal­ten, sollte ein Arzt um Rat gefragt wer­den. Dieser kann dann die genaue Ursache diag­nos­tizieren und ther­a­pieren. In keinem Fall sollte man einen Min­er­al­stoff­man­gel unter­schätzen, son­dern schon bei ersten Anze­ichen – wie Haa­raus­fall oder Müdigkeit – han­deln.


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