Stasi-Unterlagen-Behörde erhält neuen Namen

Die Stasi-Unterlagen-Behörde wird zukünftig „Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur“ heißen. Das beschloss nach Angaben des rechtspolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Sebastian Ehlers des Rechtsausschuss in dieser Woche. Damit folgt der Nordosten dem Beispiel anderer Bundesländer wie Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Thüringen. Mit der Umbenennung wolle man den gewachsenen Aufgaben der Behörde Rechnung tragen. 

Das Amt wird im Moment von Anne Drescher ausgeübt. Längst geht es in der Behörde, die ihren Dienstsitz in Schwerin hat, nicht mehr nur um Stasi-Unterlagen. Immer mehr steht die Beratung von DDR-Opfern im Fokus der Arbeit. Zwangsausgesiedelte aus dem Grenzgebiet zur alten Bundesrepublik gehören ebenso dazu wie Angehörige von Mauertoten, Zwangsdoping-Opfer oder auch rund 3500 ehemalige Heimkinder, die Entschädigung bekommen können.

Noch im vergangenen Jahr haben sich 1059 Bürger an die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen gewandt. Seit der Gründung der Behörde 1993 waren es insgesamt mehr als 25 000 Anfragen.

Stefan Rochow

Journalist, Unternehmer und Gründer der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Sie erreichen mich per E-Mail unter redaktion@schwerinlokal.de

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