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Wege, die schnell zur Überschuldung führen können

Nun ist ein Kred­it per se keine schlechte Sache. Der Erwerb ein­er Immo­bilie wäre ohne Bank­fi­nanzierung schlichtweg nicht möglich. Anders sieht es da bei Kon­sum­schulden aus. Hier ver­lieren viele Schuld­ner

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  • Veröffentlicht April 6, 2021

Nun ist ein Kred­it per se keine schlechte Sache. Der Erwerb ein­er Immo­bilie wäre ohne Bank­fi­nanzierung schlichtweg nicht möglich. Anders sieht es da bei Kon­sum­schulden aus. Hier ver­lieren viele Schuld­ner schnell den Überblick und schließen angesichts ver­meintlich klein­er Rat­en immer weit­ere Kred­ite ab.

Dies ist kein Grund den Kopf in den Sand zu steck­en. Eine Über­schul­dung ist eine Sit­u­a­tion, der man sich stellen muss. Vor allem sollte man analysieren wie es dazu gekom­men ist. Warum haben Men­schen zu viele Schulden?

Eine Null-Prozent-Finanzierung ist oft der Einstieg

Wer ken­nt sie nicht, die abso­lut ver­lock­enden Ange­bote aus dem Möbel­haus oder dem Elek­trogroß­markt. Anstatt den Kauf­preis auf den Tisch zu leg­en, kann man diesen auch ganz bequem in 12 oder 24 monatlichen Rat­en abbezahlen. So wer­den aus 1.200 Euro für eine Schrankwand nur 100 Euro pro Monat über ein ganzes Jahr verteilt.

Durch den Kred­itver­trag kommt man dann das erste Mal als Kunde mit einem Finanzier­er wie der San­tander Con­sumer Bank in Verbindung. Nach­dem diese die Bonität geprüft hat, bekommt man in der Folge weit­ere Kred­i­tange­bote per Post nach Hause. Und auch diese sind natür­lich sehr ver­lock­end, wenn man mit nur ein­er Unter­schrift beispiel­sweise 3.500 Euro zur freien Ver­fü­gung aufs Kon­to bekommt und den Betrag dann wieder in Rat­en zurück­zahlen kann. Allerd­ings muss man jet­zt Zin­sen zahlen für das geliehene Geld.

Bei jeder Finanzierung überlegen

Es ist sehr ver­lock­end sich schon heute ein neues Elek­trogerät zu kaufen und nicht dafür zu sparen. Man sollte sich wirk­lich genau über­legen, ob man für seinen Kon­sum Schulden machen möchte. Diesen Schulden ste­ht kein materieller Gegen­wert gegenüber. Das neue Handy oder die neue Waschmas­chine ver­liert mit der ersten Nutzung rapi­de an Wert.

Ein typ­is­ch­er Fehler, den viele machen, ist mehr Geld auszugeben als unbe­d­ingt sein muss. Wenn die Waschmas­chine kaputt ist, dann muss sofort Ersatz her. Aber muss es ein teures Marken­pro­dukt sein nur weil man den Kauf­preis finanzieren kann? Hierüber sollte man nach­denken und einen bedarf­s­gerecht­en Kauf täti­gen.

Auch bei Unter­hal­tungse­lek­tron­ik sollte man abwä­gen, ob es immer das aktuelle Mod­ell sein muss. Es kom­men ständig neue Geräte auf den Markt. Meis­tens sog­ar bevor das alte Gerät abbezahlt ist. Nie­mand sollte für ein Gerät noch Kred­i­trat­en zahlen, welch­es er nicht mehr benutzt. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass man erst wieder etwas kauft, wenn das Vorgänger­mod­ell bezahlt ist.

Viele kleine Raten ergeben eine große Belastung

Jede Rate für sich erscheint dem Kred­it­nehmer über­schaubar und bedi­en­bar. Was sind schon 20 oder 30 Euro Kred­it­be­las­tung im Monat. Dabei darf man sich aber nicht davon blenden lassen, dass dieser Betrag zuvor auch nicht am Monat­sende über war. Anson­sten hätte man ja ein Guthaben anges­part, welch­es man für den Kauf hätte ver­wen­den kön­nen.

Kommt dann noch ein Ratenkred­it hinzu, dann sind es schnell mehrere hun­dert Euro, die jeden Monat an die Bank fließen. Das bringt die Haushalt­srech­nung schnell ins Ungle­ichgewicht und man spricht von Über­schul­dung. Die Bün­delung viel­er klein­er Kred­ite zu einem größeren kann für mehr Über­sicht sor­gen.

Der auf Kred­it finanzierte Urlaub oder das etwas zu teuer ger­ate­nen Auto brin­gen die ganze Fam­i­lie in eine schwierige Sit­u­a­tion. Wichtig ist es damit offen umzuge­hen. Kann man mal eine Rate nicht bedi­enen, dann muss man unbe­d­ingt mit dem Gläu­biger sprechen.

Zinsen checken und wechseln

Die wer­be­wirk­samen Null-Prozent-Finanzierun­gen bieten keine Möglichkeit die monatliche Belas­tung zu reduzieren. Anders sieht es bei den in der Folge ange­bote­nen und abgeschlosse­nen Ratenkred­iten aus. Diese wer­den ohne Kred­it­sicher­heit­en vergeben und darum schla­gen die Banken bei den Kon­di­tio­nen gerne zu. Zin­sen über 5,00% sind keine Sel­tenheit.

Hier lohnt es sich die Kon­di­tio­nen anderen Anbi­eter zu ver­gle­ichen. Ein Wech­sel ist jed­erzeit möglich. Man muss nur die Bedin­gun­gen des Kred­itver­trages ein­hal­ten und ein Vor­fäl­ligkeit­sent­gelt zahlen. Für Kun­den der San­tander Con­sumer Bank gibt es dazu eine hil­fre­iche Anleitung im Inter­net. Diese erk­lärt Schritt für Schritt wie man vorge­hen muss, um in den Genuss ein­er gerin­geren monatlichen Belas­tung zu kom­men und Zin­sen zu sparen.

Jed­er, der über hohe Kon­sum­schulden ver­fügt sollte zukün­ftig sein Kaufver­hal­ten hin­ter­fra­gen. Zweit­er wichtiger Schritt, um aus der Über­schul­dung her­auszukom­men, ist der Ver­gle­ich von Kred­itkon­di­tio­nen. Hier kann ein Wech­sel mehrere Prozent­punk­te Zin­serspar­nis brin­gen.