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Wer trägt die Mehrkosten für die Radsporthalle?

Viele Jahre kämpfen die Radsportler in Schwerin für eine eigene Halle. Anfang des Jahres sah es so aus, als wäre dieser Traum nun bald erfüllt. 2024, so der Plan der

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  • Veröffentlicht November 11, 2022

Viele Jahre kämpfen die Rad­sportler in Schw­erin für eine eigene Halle. Anfang des Jahres sah es so aus, als wäre dieser Traum nun bald erfüllt. 2024, so der Plan der Lan­deshaupt­stadt, sollte die Halle fer­tig gebaut sein. Nun scheint alles wieder auf Los geset­zt zu sein.

 

Radsportzentrum in Schwerin
So kön­nte das Rad­sportzen­trum in Schw­erin ausse­hen. Grafik: HTG Inge­nieur­büro für Bauwe­sen

Ins­ge­samt 6,5 Mil­lio­nen Euro wollen Bund und Land für das Pro­jekt zur Ver­fü­gung stellen. Mit 2 Mil­lio­nen Euro wäre Schw­erin dabei. Dieses Geld soll vor allem für den bere­its ges­tarteten Pla­nung­sprozess ver­wen­det wer­den. So weit so gut. Nun wird das Pro­jekt aber teur­er als geplant. 7,7 Mil­lio­nen Euro wer­den nun mehr in die Hand genom­men wer­den müssen. Diese Mehrkosten, so die Hoff­nung der Stadt und des Lan­des, kön­nten vom Bund getra­gen wer­den. Dieser hat aber inzwis­chen sig­nal­isiert, dass von ihm keine zusät­zlichen Mit­tel zu erwarten sind. In ein­er Befra­gung der Lan­desregierung während der gestri­gen Land­tagsitzung informierte Sport­min­is­terin Ste­fanie Drese (SPD) die Abge­ord­neten darüber. Das Rad­sportzen­trum in Schw­erin ste­ht nun auf der Kippe. Das Land und die Stadt müssten nun die Mehrkosten tra­gen.

Stadt nicht im Regen stehen lassen

Der Schw­er­iner CDU-Abge­ord­nete Sebas­t­ian Ehlers sieht nun das Land in der Ver­ant­wor­tung. „Mit Blick auf die Haushalt­slage der Stadt ste­ht das Land in der Ver­ant­wor­tung, einen Großteil der Mehrkosten zu tra­gen und die Stadt nicht Regen ste­hen zu lassen.“, so Ehlers. Für den CDU-Abge­ord­neten geht es bei dieser Entschei­dung auch darum, ob Schw­erin weit­er Olympiastützpunkt für den Rad­sport bleibt und wieder für Spitzen­sportler attrak­tiv wird.

„Bah­n­rad-Welt­meis­terin Lea Sophie Friedrich hat auf­grund der fehlen­den Rad­sporthalle mit­tler­weile unser Bun­des­land ver­lassen und trainiert in Cot­tbus. Der Abgang weit­er­er Tal­ente dro­ht, wenn der Neubau nicht kommt.“, ist sich der CDU-Mann sich­er.

Worten Taten folgen lassen

Sebas­t­ian Ehlers weist weit­er darauf hin, dass die jet­zige Lan­desregierung in ihrem Koali­tionsver­trag beschlossen hat, alle Olympia- und Bun­desstützpunk­te im Land zu erhal­ten. „Diesen Worten müssen jet­zt auch Tat­en fol­gen“, so Sebas­t­ian Ehlers gestern am Rande der Land­tagssitzung.

Mit­ten auf dem Park­platz bei der Sport- und Kon­gresshalle soll das Rad­sportzen­trum entste­hen – als ein riesiges Oval auf Stelzen, damit die drin­gend benötigten Stell­flächen nicht weg­fall­en. Ob es allerd­ings am Ende dazu kom­men wird, das wird nun von der Lan­desregierung abhän­gen.