Westmecklenburgs Wirtschaft bleibt in der Erfolgsspur

Die Wirtschaft in Westmecklenburg bleibt in der Erfolgsspur. Allerdings gehen einige Unternehmen davon aus, demnächst einen Gang zurück schalten zu müssen.

Foto: Industrie- und Handelskammer Schwerin | Schwerin-Lokal.de
 
Gute bis sehr gute Geschäfte verkünden die meisten Unternehmen in Westmecklenburg.  Damit befindet sich die Wirtschaftsentwicklung weiterhin in einer sehr guten Verfassung. Die Auftragslage der Unternehmen ist insbesondere im verarbeitenden Gewerbe, im Bau sowie bei den unternehmensnahen Dienstleistern sehr gut. Das ergibt die Herbstumfrage der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin. „Die Gesamtwirtschaft in Westmecklenburg ist weiterhin in der Erfolgsspur. Fast zwei Drittel der Befragten spricht von einer guten Lage und über ein Drittel von einer befriedigenden“, bestätigt Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin. „Seit drei Jahren bewegen sich die Umfragewerte ununterbrochen auf diesem hohen Niveau.“
 

Keine Trendwende in Sicht

 

Die Geschäftserwartungen der Unternehmen gehen allerdings zurück. Dadurch sinkt der IHK-Konjunkturklimaindex um 10,3 Zähler auf aktuell 124,8 Indexpunkte. Er verbleibt damit jedoch auf einem weiterhin hohen Niveau. „Die Unternehmen gehen davon aus, dass die Dynamik etwas nachlässt. Steigende protektionistische Tendenzen in der Weltwirtschaft belasten die exportorientierten Unternehmen. Aber auch innerhalb Deutschlands bereiten zum Beispiel die Unsicherheiten um zukünftige Fahrverbote von Dieselfahrzeugen den Autohändlern Sorgen. Dennoch kann im Moment nicht von einer generellen Trendwende der positiven Wirtschaftsentwicklung ausgegangen werden“, konstatiert Siegbert Eisenach. „Denn auch der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv. Wobei allgemein Personal und nicht mehr nur Fachkräfte immer schwieriger zu bekommen sind.“

 

Fachkräftenmangel als Risiko  wirtschaftlichen Entwicklung

 

Rund zwei Drittel der Unternehmen bezeichnen den Mangel an Fachkräften als Risiko ihrer wirtschaftlichen Entwicklung. Allgemein übersteigt die Nachfrage nach Mitarbeitern das Angebot auf dem Arbeitsmarkt. Der Sicherung der eigenen Belegschaft sowie der unternehmerischen Wettbewerbsfähigkeit kommt eine steigende Bedeutung zu. Die digitale Transformation bietet den Unternehmen dabei deutliche Chancen. „Sowohl junge Auszubildende als auch erfahrene Mitarbeiter müssen für die Anforderungen der digitalen Transformation dauerhaft fit gemacht werden. Unternehmen sollten, gemeinsam mit ihren Beschäftigten, die Digitalisierung aktiv gestalten. Konkret kann das die Weiterentwicklung von Tätigkeitprofilen bedeuten. Daher werden unsere Unternehmen künftig verstärkt in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren müssen. Doch auch die allgemeinbildenden Schulen sowie die Berufsschulen haben eine technische Ausstattung vorzuhalten, welche die jungen Menschen fit für die steigenden Anforderungen in den Unternehmen macht“, so der IHK-Geschäftsführer. 

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