ASK läutet heiße Wahlkampfphase ein

Aktion Stadt und Kulturschutz läutet heiße Wahlkampfphase ein
Die Aktion Stadt und Kulturschutz (ASK)  läutet die heiße Wahlkampfphase ein

(sr). Die Aktion Stadt und Kulturschutz (ASK) läutete gestern mit einem politischen Picknick die heiße Wahlkampfphase ein. Alles stand im Zeichen der Kommunalwahl.

 

Zwei Jahre ist es her, dass Kulturschützer vor der Siegessäule ihre Zelte aufschlugen und einen Monat lang für das Theater und die Demokratie in der Landeshauptstadt Flagge zeigten.

 

Seit dem hat sich in der Stadt nicht viel verändert. Die Gründer der damaligen Intiative „X-Camp“ wollen deshalb in die Stadtvertretung, um ihren Positionen eine Stimme zu verleihen. Zusammen mit anderen sozialen und kulturellen Bewegungen, haben sie sich zur Aktion Stadt und Kulturschutz [ASK] zusammengeschlossen und bewerben sich um die 42 Plätze in der Ende Mai zu wählenden Stadtvertretung. Gestern läuteten sie mit einem „Wahlfriedenauftakt“ die heiße Phase ihres Kommunalwahlkampfes ein.

 

Mit den Bürgern ins Gespräch kommen

 

ASK-PicknickBei einem Picknick vor der Siegessäule. wollte man mit den Bürgerinnen und Bürgern über die Stadtpolitik ins Gespräch kommen. „Kultur, Soziales, Ökologie und Ökonomie sind die Säulen, auf die wir unseren Politikansatz aufgebaut haben“, erklärt Stephan Martini, der Pressebeauftragte des Wählerbündnisses den Politikansatz der ASK. Diese vier Säulen dürften nicht in Konkurrenz zueinander gesehen werden, sondern sollen miteinander harmonieren.

 

Die Wählerinitiative spricht sich deshalb gegen Privatisierung von Eigentum der Landeshauptstadt aus, fordert eine „echte Familienpolitik durch selbstverwaltete Stadtteilzentren“ und die Übernahme des Mecklenburger Staatstheaters durch das Land.

 

Doch es geht um mehr. Die Entscheidungen in der Stadtpolitik werden von den Aktivisten der Basisbewegung als viel zu undurchsichtig empfunden. „Uns geht es um Basisdemokratie. Wir möchten für mehr Transparenz in der Stadtpolitik sorgen“, sagt Karsten Jagau, der Vorsitzende der Wählergemeinschaft. Anders als in Parteien, ist es bei der ASK auch möglich, Einzelthemen zu bearbeiten, sagt Jagau weiter. Sollten Vertreter seiner Basisbewegung Mandate in der Stadtvertretung erringen können, dann soll es ein „Open-Antrag-System“ geben, in dem jeder Bürger Anträge formulieren kann, die dann von der ASK in der Stadtvertretung gestellt werden.

 

Miteinander statt gegeneinander

 

Inzwischen finden sich am Stand der Bewegung auch die ersten interessierten Bürger ein. Man merkt ihnen die Scheu an, mit der sie sich langsam nähren. „Eben wurden wir gefragt, ob das hier eine rechte Veranstaltung sei“, sagt Robin Hanusa über Lautsprecher. Gleichzeitig stellt er klar, dass es in diese Richtung keine Sympathie seitens der ASK gibt. Die interessierten Bürger haben zumindest langsam die Scheu verloren und es geht nun in eine muntere Diskussion über.

 

„Nur miteinander und nicht gegeneinander, werden wir für unsere Stadt etwas erreichen“, sagt Anita Gröger, eine der Kandidatinnen für die Stadtvertretung. Man müsse sich wieder die Mühe machen, andere Möglichkeiten als die eingefahrenen Gleise zu entdecken. „Die Kommunikation in der Stadtvertretung muss verbessert werden“, da ist sich die 35-jährige Managerin für öffentliche Fördermittel sicher.

 

Darüber hinaus, dass machen die Aktivistinnen und Aktivisten immer wieder klar, möchte man offen für Entwicklungen und Initiativen bleiben.

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