Hallux valgus – ein Frauenproblem?

Hallux valgus, auch „Ballenzeh“ genannt, ist eine der häufigsten Fußfehlstellungen.

Der Name kommt daher, dass dabei der erste Mittelfußknochen zum inneren Fußrand wandert. Die Großzehe knickt nach innen und der vordere Teil des Fußes wird breiter. Damit einher gehen Schmerzen, Schwellungen und Druckbeschwerden. Aus diesem Grund ist der Hallux valgus ein äußerst unangenehmes gesundheitliches Problem, das vor allem bei Frauen auftritt. Doch glücklicherweise gibt es viele Möglichkeiten, um die Beschwerden zu lindern und wieder schmerzfrei durchs Leben zu gehen.

 

Wie entsteht der Hallux valgus?

Meist gibt es nicht einen einzigen Grund, aus dem ein Hallux valgus entsteht, sondern ein Zusammenspiel verschiedener Ursachen. Auf jeden Fall fällt auf, dass vor allem Frauen von der Fußfehlstellung betroffen sind. Hier spielt oft eine genetische Veranlagung zu einem schwächeren Bindegewebe eine Rolle. Hinzu kommt häufig das Tragen falscher Schuhe. High Heels belasten den Vorfuß unnötig stark und sind wahres Gift für die Fußgesundheit. Ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen, ist es wichtig, sich für spezielle Schuhe zu entscheiden, die zum Tragen von Einlagen geeignet sind. Diese haben eine breitere Passform und müssen keinesfalls nach Gesundheitsschuh aussehen. Sie geben dem Fuß genügend Bewegungsfreiheit und polstern die schmerzenden Stellen sanft ab. Besser ist es natürlich, die Fehlstellung gar nicht erst entstehen zu lassen und vorbeugend zu agieren. Beeinflussbare Risikofaktoren für die Entstehung eines Hallux valgus sind Übergewicht, Rauchen und häufiges Stehen.

 

Fußgymnastik als fester Bestandteil der Therapie

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sanft gegen Fußschmerzen vorzugehen. Neben Einlagen, speziellen Strümpfen und Bandagen ist Fußgymnastik eine der effektivsten Alternativen der Behandlung. Das Ziel der Gymnastik ist es, die Fuß- und Zehenmuskeln zu stärken. Auch das Fußgewölbe erlangt so zusätzliche Stabilität. Der Vorteil daran ist, dass nicht nur die Füße mit der Zeit gekräftigt werden – der ganze Körper kann sich von unten auf richtig ausrichten. Da Fußfehlstellungen häufig auch Haltungsprobleme nach sich ziehen, werden mit gezielter Gymnastik zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Erst in allerletzter Instanz sollte eine Operation in Betracht gezogen werden. Diese ist zwar in vielen Fällen erfolgreich, stellt jedoch dennoch einen chirurgischen Eingriff dar, den man häufig mit der richtigen Therapie noch abwenden kann.

 

Richtig vorbeugen

Am besten ist es natürlich, sich gezielt um die Fußgesundheit zu kümmern, sodass eine Fehlstellung gar nicht erst entstehen kann. Dafür ist es hilfreich, regelmäßige Fußgymnastik in den Alltag zu integrieren und die Füße bereits vorbeugend zu stärken. Auch Barfußlaufen stärkt die Fußmuskulatur auf natürliche Weise. Noch dazu stellt das Gehen auf verschiedenen Untergründen eine sanfte Massage der Fußreflexzonen mit jedem Schritt dar. Vermeiden Sie es außerdem, hohe Schuhe zu tragen. Diese können nicht nur den Füßen, sondern auch Ihrer Haltung und Ihrer Wirbelsäule schaden. Daher sollten sie nur zu besonderen Anlässen aus dem Schrank geholt werden. Gönnen Sie sich stattdessen regelmäßig eine entspannende Fußmassage – vielleicht von dem Geld, das Sie ansonsten für High Heels ausgegeben hätten.

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