Schwerin: Fünf-Satz-Krimi in der Palmberg-Arena

Gerade erst 48 Stunden lag der anstrengende 3:1-Sieg des SSC Palmberg Schwerin in Belgien zurück. Da stand Pokalsieger Dresden schon in der Palmberg-Arena.

Am Ende hatte Schwerin dann doch wieder allen Grund zum Jubel. | Foto: Florian Seubert

Bislang spielen die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin eine wirklich großartige Saison. Zwei von drei Saisonzielen sind daher noch erreichbar. Die Deutsche Meisterschaft und mindestens das Halbfinale auf europäischer Bühne sind somit noch drin. Nur im Pokal war im Halbfinale gegen ein bärenstarkes Team aus Stuttgart Endstation. Am vergangenen Samstag kam nun mit Pokalsieger Dresdner SC die Mannschaft zum  Ligaspiel nach Schwerin, die die Stuttgarterinnen im Finale besiegte.

Pokalsieger Dresdner SC zu Gast 

Dass die Messlatte somit in der heimischen PALMBERG-Arena enorm hoch liegen wird, war den Spielerinnen aus Schwerin sicher bewusst. Zwar hatten die Damen noch das Gefühl des 3:1-Siegs beim belgischen Meister Asterix Avo Beveren im Kopf. Allerdings lag dieser auch gerade erst 48 Stunden zurück. Da waren sicher noch nicht wieder alle so frisch wie erhofft, und manch Knochen wollte noch nicht so recht. Dies zeigte sich dann auch in der Anfangsphase des Spitzenspiels. Die Dresdnerinnen zeigten eine tolle Leistung und gewannen verdienst die Sätze ein (21:25) und zwei (19:25). Damit stand es schnell 0:2 nach Sätzen – und das gegen ein derartiges Spitzenteam.


Dresden hat sehr gut gespielt in den ersten zwei Sätzen, hat sehr gut aufgeschlagen. Wir hatten wirklich Probleme in der Annahme“.

(Felix Koslowski, Trainer SSC )

Komplett ausverkauft war die PALMBERG-Arena in Schwerin. | Foto: Eckhard Mai

Zu Beginn war Dresden vorn

Manch Zuschauer aus Schwerin begann sicherlich spätestens beim  Stand von 5:9 gegen Schwerin im dritten Satz zu zweifeln. Ganz anders aber die Damen auf dem Feld. Denn Schwerin zeigte, dass man sie zu Recht zu den ganz heißen Meisterschaftskandidatinnen rechnet. Mit der Einwechslung von Nationalspielerin Louisa Lippman kam neuer Schwung ins Spiel. Die Mannschaft unter Trainer Felix Koslowski bewies nun wieder Kampfkraft und Siegeswillen. Und auch die Fans merkten, dass ein anderer Wind wehte. Die berühmte „Gelbe Wand“ peitschte das Team nun förmlich nach vorn. So fanden die Damen aus Schwerin ins Spiel zurück – oder besser gesagt richtig hinein. Von nun an erlebten die Zuschauer in der bis auf den letzten Platz ausverkauften Arena in Schwerin ein hochklassiges und hart umkämpftes Match.


„Wir haben es dann geschafft, uns besser ins Spiel reinzuarbeiten. Du musst erst mal in so einen Flow kommen. Das haben wir geschafft“.
(Felix Koslowski, Trainer SSC Palmberg Schwerin)

Louisa Lippmann kehrte kürzlich nach Schwerin zurück. | Foto: Eckhard Mai

Damen aus Schwerin besannen sich ihres Könnens

Das Engagement der Heimmannschaft trug dabei Früchte. Den dritten Satz gewann Schwerin mit 25:20. Der vierte ging mit einem Ball von Louisa Lippmann denkbar knapp mit 25:23 an die Mecklenburgerinnen. Damit musste der Tie-Break entscheiden. Und hier zeigte der SSC Palmberg Schwerin sein ganzes Können. Nach 114 Minuten dann der ersehnte Lohn: Schwerin hatte aus einem 0:2-Satzrückstand noch einen Sieg gemacht. Damit bleibt das Team um Trainer Koslowski in diesem Jahr ungeschlagen und ist weiterhin vor Allianz MTV Stuttgart Tabellenerster.

 

Stephan Haring

Stephan Haring ist freier Mitarbeiter unserer digitalen Tageszeitung. Er hat ein Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt mit den Nebenfächern Sozialwissenschaften & Politik absolviert. Im Nachhinein arbeitete er in leitenden Funktionen der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, im Leitungsbereich eines Unternehmens sowie als Rektor einer privat geführten Hochschule. Über mehrere Jahre organisierte und realisierte er mit der durch ihn entwickelten LOOK das größte Schweriner Fashionevent. Er arbeitet er freiberuflich als Texter, Pressesprecher, Textkorrektor und Ghostwriter sowie als Berater in verschiedenen Projekten. Im größten Schweriner Ortsbeirat ist er als Vorsitzender kommunalpolitisch aktiv.

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