Schwerin: Radentscheid im Lockdown

Bereits im Dezember hatte die Initiative Radentscheid Schwerin ihr Ziel erreicht. Mehr als 4.000 Unterschriften waren zusammen. Etwas aber soll die Aktion noch weitergehen. Vorübergehend aber bremst man sich selbst, bis der harte Lockdown wieder "weicher" wird.

Noch ind er Vorweihnachtszeit sammelte die Initiative Radentscheid Schwerin auch an Aktionsständen Unterschriften. | Foto: privat

Bessere Bedingungen für Radfahrer in Schwerin. Dabei eine Umorientierung der Verkehrspolitik mit einem deutlicheren Fokus auf das Fahrrad. Dies sind wesentliche Forderungen der Initiative Radentscheid Schwerin, die sich im vergangenen Jahr zusammenfand. Seit Mitte September sammelten die Mitglieder engagiert Unterschriften für ein entsprechendes Bürgerbegehren. Mindestens 4.000 Unterschriften waren erforderlich. Was daher anfänglich wirklich ambitioniert wirkte, entwickelte sich schnell zu einem kleinen Feuer. Viele Menschen brannten für die Ziele der Initiative. Und so waren die erforderlichen 4.000 Unterschriften bereits kurz vor Weihnachten, also nach nur einem Vierteljahr, zusammen.

 

Ziel an sich erreicht – Sammlung geht aber noch etwas weiter

Nun ist es allerdings kein Geheimnis, dass es durchaus vorkommt, dass Menschen doppelt unterschreiben. Oder eben auch, dass Personen  unterschreiben, die letztlich nicht „zählen“. Zwar ist jede Bekundung der Unterstützung wichtig und hilfreich. Damit aber die Unterschrift letztlich gilt, müssen bestimmte rechtliche und formale Bedingungen erfüllt sein. Daher beendete die Initiative Ihre Sammlung nicht, als das Ziel erreicht war. Vielmehr ging und geht die Sammlung weiter. So können eventuelle „Streich-Unterschriften“ durch weitere aufgefangen werden. Und außerdem hat eine entsprechend große Anzahl an Unterstützern natürlich auch eine ganz andere Wirkung.

 

Aktionen vorübergehend ausgesetzt – Radentscheid im Lockdown

Ende 2020 waren dann auch bereits knapp 4.400 Unterschriften zusammen. Nach einer kurzen Pause sollte die Sammlung dennoch ab Mitte Januar nochmal mit Schwung weitergehen. Bis März wollte man weitersammeln. Nun aber sind mit dem Lockdown nochmalige Einschränkungen der Kontakte verbunden. In den Vorschriften und auch in der Bitte um entsprechendes Handeln. Daher entschied sich die Initiative Radentscheid Schwerin, die Aktionen im Rahmen der Sammlung vorerst auszusetzen. Zwar sind Kontakte im Freien laut Experten nicht die Corona-Treiber. Aber die Fahrradfreunde wollen ihren Beitrag leisten und die Kontakte auf ein Minimum beschränken.

 

Unterschrift auch von zu Hause aus möglich

Im Februar soll es dann aber voraussichtlich weitergehen. Alle Termine, Aktionen und Treffen sind auf der Internetseite www.radentscheid-schwerin.de zu finden. Wer den Radentscheid im Lockdown unterstützen möchte, kann sich die Liste auch zu Hause ausdrucken und an die darauf befindliche Adresse schicken. Das ist dann völlig kontaktlos und coronakonform!

Redaktion

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