Schwerin: Volleyballverband MV verkündet vorzeitiges Saisonende

Der Landesspielausschuss des Volleyballverbands MV mit Sitz in Schwerin hat das vorzeitige Ende der Saison 2020/21 beschlossen. Gleiches gilt bereits für die Dritten- und Regionalligen nach DVV-Beschluss. Bundesliga und 2. Liga spielen hoffentlich bis zum Saisonende. Damit geht für den SSC der Kampf um Meisterschaft und Pokal weiter.

Der Volleyball ruht ab sofort. Der Landesvolleyballverband verkündete in Schwerin das vorzeitige Saisonende. | Foto: Tania van den Berghen

Inzwischen bestimmt die Corona-Pandemie etwa ein Jahr lang das Leben der Menschen auch in Schwerin. Betroffen davon sind eine Vielzahl an Unternehmen, die geschlossen sind, kulturelle Einrichtungen, deren Türen zu bleiben, Beratungsstellen, die nur noch telefonisch helfen können, Kliniken mit Aufnahmestopps, Familien mit Kontaktminimierung sowie Homeoffice und Homeschooling auf engstem Raum. Und auch der Sport blieb und bleibt von den Auswirkungen der Pandemie nicht verschont. Während der Freizeitsport in großen Teilen ganz brach liegt, können im Semi- und Vollprofibereich viele Wettbewerbe stattfinden. Aber auch dies unter Einschränkungen und vor allem in der Regel ohne Zuschauer.

 

Gerade im Leistungssport wirkt manches kurios

Manches, was dabei möglich ist, wirkt auf Außenstehende doch kurios. Da jettet ein Fußballclub um die halbe Welt, um dort drei Spiele zu absolvieren, und mit mindestens einem dann an Corona infizierten Topspieler zurückzukehren. Da poltert ein Vereinstrainer gegen Wissenschaftler und Politiker, da ihm so manch pandemiebedingte Einschränkungen auf sich und sein Team bezogen nicht schmeckt. Gänzlich ignorierend aber, dass andere Sportarten gar nicht oder nur extrem eingeschränkt stattfinden können, während dem Fußball durchaus große Freiheiten zustehen. Da weichen deutsche Clubs in Länder mit geringeren Schutzstandards aus, um gegen Teams auch Coronamutations-Hochrisikogebieten antreten zu können. Und kurz darauf fliegen sie dann noch mitten in diese Gebiete, um die selben Clubs nochmal zu treffen. All das wirkt schon wie eine Parallelwelt, wenn man auf die Auswirkungen der inzwischen wieder langsam ansteigenden Corona-Infektionen blickt. 

 

Volleyballverband MV beendet Saison – Auch Regional- und Dritte Ligen spielen nicht weiter

Eine solche Auswirkung trifft nun die Teams von Verbandsliga, Landesliga und Landesklassen des Volleyballverbandes MV (VMV). Denn der Landesspielausschuss hat am gestrigen Montag „nach reichlicher Überlegung, Diskussion und Abwägung aller Fakten“ die Entscheidung getroffen, die Saison 2020/21 abzubrechen. „Damit ist die notwendige Klarheit vorhanden“, zitiert ZEITonline den VMV. Die gesamte Saison bleibt ungewertet. Somit gibt es auch keine Auf- und Abstiege. Schon am vergangenen Freitag hatte auch der Deutsche Volleyballverband Konsequenzen aus der aktuellen Situation gezogen. Man gab das Ende der Spielzeit für die Drittel Ligen sowie die Regionalligen bekannt. Hintergrund sind dabei unter anderem der erneut bin in den März hinein verlängerte Lockdown und inzwischen wieder steigende Inzidenzzahlen. 

 

Der Wille war absolut da, aber die Fakten sprachen offenbar dagegen

Noch im Januar hatte eine Umfrage des Landesspielausschusses ergeben, dass sich 73 Prozent der Umfrageteilnehmer für eine Fortsetzung des Spielbetriebs nach dem Lockdown aussprachen. Die Resonanz aus den Mitgliedsvereinen sei dabei groß gewesen. „Und sie zeigte, wie gerne ihr Volleyball spielt“, zitiert ZEITonline aus einer Verbandsmitteilung. Etwa 60 Prozent hätten sich dabei sogar für ein Weiterspielen auch ohne Wertung ausgesprochen. Die Entwicklungen aber führten nun letztlich doch zum Saisonabbruch  – und da spielt das offenbare Ende des Sinkens der Infektionslage gerade auch im Westen und Süden von Mecklenburg-Vorpommern eine Rolle.

 

Im Profivolleyball geht es erst einmal weiter

Für die zweite Liga und die Bundesliga aber heißt es vorerst weiterspielen. Damit bleibt der SSC Palmberg Schwerin weiter im Geschehen – auf dem Weg zur Meisterschaft und zum Pokaltitel. Aber auch ohne Corona ist dies ein noch harter Weg.

Redaktion

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