Verein zum Teilerhalt der Paulshöhe gegründet

Am vergangenen Sonntag hat sich der Verein "Kulturstadion Paulshöhe" gegründet. Ziel der Initiatoren ist es einen Teilbereich des ältesten Sportplatz in der Stadt zu erhalten.

Kay Zumkowski (m), Irene Wiens (l) und Karsten Jagau (r) sind der Vorstand des neugegründeten Vereins
| Foto: Kulturstadion Paulshöhe

Wie schon Ende August angekündigt, hat sich am vergangenen Sonntag ein Trägerverein für den Teilerhalt der Paulshöhe gegründet. Die Initiatoren der Gründung möchten bis Ende des Jahres so viele Mitglieder gewinnen, dass es aus den Mitgliedsbeiträgen möglich sein soll, einen Teil des Areals der Paulshöhe von der Stadt zu pachten. Der Verein trägt nun den Namen „Kulturstadion Paulshöhe“.  „Gegenüber der Stadt wollen wir ein Angebot für eine Pachtung des Kernsportplatzes abgeben“, sagt Kay Zumkowski, der gewählte Vereinsvorsitzende. Weiter sind im Vorstand der Stadtvertreter Karsten Jagau und die Immobilienmaklerin Irene Wiens als Stellvertreter vertreten. Als Beisitzer wurden Stephan Martini und Christian Boldt gewählt. 

Gegen die Aufgabe der Paulshöhe regt sich seit Jahren Widerstand

Der Streit um den Erhalt des ältesten Sportplatzes in der Stadt tobt schon länger. 2010 stimmten alle damals in der Stadtvertretung vertretenen Fraktionen für das Ende der ältesten Sportanlage in der Landeshauptstadt. Der Sportplatz soll in naher Zukunft abgerissen werden. Der Erlös aus dem Verkauf des Grundstückes soll in die Refinanzierung des Sportparks in Lankow fließen. Gegen die Aufgabe der Paulshöhe regt sich seit 2014 Widerstand. Verschiedene Initiativen bemühen sich um den Erhalt des Traditionssportplatzes. In der Stadtvertretung fanden  sich in den letzten Jahren die Unterstützer für den Erhalt der Paulshöhe quer durch alle Fraktionen. Treibende Kraft für den Erhalt,  ist in der Stadtvertretung die Aktion Stadt- und Kulturschutz (ASK) gewesen. Aber auch die AfD-Fraktion in der Stadtvertretung versuchte mit Anträgen die Paulshöhe zu erhalten. 

Neugegründeter Verein auch im Dialogforum vertreten

Fast zeitgleich mit der Vereinsgründung konstituierte sich vor wenigen Wochen ein Dialogforum aus verschiedenen Vertretern der Stadtgesellschaft. Vertreten sind dabei die Interessen der Sportvereine und der Schulen im Stadtteil sowie der Wohnungswirtschaft der Stadt (drei Personen), die Belange der Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Schlossgartenviertel (drei Personen). Die restlichen sechs Vertreter wurden ausgelost. Mit Stephan Martini ist auch ein Vertreter des Vereins „Kulturstadion Paulshöhe“ ausgelost worden, und wird an der Projektwerkstatt beteiligt sein. 

In den nächsten Wochen und Monaten wird es nun darum gehen viele neue Mitglieder zu sammeln. Mitgliedsanträge, so kündigt der Verein an, können in naher Zukunft im Internet abgerufen werden.

 

Stefan Rochow

Journalist, Unternehmer und Gründer der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Sie erreichen mich per E-Mail unter redaktion@schwerinlokal.de

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